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Plattdeutsches Theater : Thea Witt macht nicht mit – Sozialkritisches auf Plattdeutsch

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Laienspielkreis der VHS Kappeln hat im Karbyer Gasthaus Nüser die Premiere seines Stücks: „Thea Witt maakt nich mit“ präsentiert. Dabei erlebten die Besucher im vollen Saal ein sozialkritisches Stück um Natur und Wirtschaftlichkeit, dass 1971 geschrieben, heute noch aktuell ist.

shz.de von
erstellt am 08.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Karby | Bürgermeister Bollmann hat Großes vor mit seiner Gemeinde: Er will den Naturschutz dem Tourismus opfern. Dafür will er Hotels und eine Straße bauen. Nur eine Person steht dem im Wege: Thea Witt. Ihr gehört die Wassermühle am Naturstrand, die abgerissen werden müsste, um eine Zuwegung zum Strand zu bauen. Aber da macht Thea Witt nicht mit. Und so kommt es zu einigen Missverständnissen, die das Publikum herrlich zum Lachen bringen.

„Thea Witt maakt nich mit“ heißt das Theaterstück, mit dem der Laienspielkreis der VHS Kappeln am Wochenende Premiere im Gasthaus Nüser in Karby feierte. Seit das Soldatenheim in Kappeln geschlossen wurde, steht die Kappelner Gruppe in Karby auf der Bühne. „Es gefällt uns ausgesprochen gut“, so Regisseurin Irmgard Jacobsen.

Insgesamt 20 Mitglieder hat die Gruppe. Im November hatten die Proben begonnen. „Wir sind eine Gruppe, in der alle Aktiven sehr gerne spielen“, sagte Jacobsen. Es musste also ein Stück gefunden werden, in dem alle, die wollten, auch eine Rolle finden konnten.Und: Es sollte eine Komödie sein. Aber: „Reines Schenkelklopftheater mögen wir nicht. Wir wollten ein Thema.“ Und so kamen sie auf das Stück aus dem Jahr 1971, dessen Thema Naturschutz – Wirtschaft damals wie heute eine Rolle spielt. Das Thema sei aber so verpackt, dass es zu vielen komischen Momenten komme, so Jacobsen.

Elke Lauenstein spielt Thea. Sie schlüpfe gerne in Rollen, sagte sie. Obwohl sie bereits seit 25 Jahren zu der Gruppe gehört, sei sie vor einem Auftritt noch immer aufgeregt. „Wenn das aufhört, muss ich aufhören zu spielen“, meinte sie. Sobald sie auf der Bühne agiere, sei das Lampenfieber aber weg, sagte sie.

> Weitere Aufführungen von „Thea Witt maakt nich mit“: Mittwoch, 9., Freitag, 11. und Sonnabend, 12. April, um 20 Uhr, Gasthaus Nüser.

 

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