Über 300 Fans sind aus dem Häuschen : „The Sally Gardens“ rockt Siegfried-Werft – vorerst zum letzten Mal

Benni Haiberg, Sabine Brennwald sowie Beat und Betti Engel(v.l.) verabschieden sich nach dem Konzert von ihren Fans.
Benni Haiberg, Sabine Brennwald sowie Beat und Betti Engel(v.l.) verabschieden sich nach dem Konzert von ihren Fans.

Die Band um die Schwestern Sabine Brennwald und Bettina Engel hat sich am Freitag vorerst von den Fans verabschiedet. Die Gitarristin wird Mutter und nimmt sich eine Auszeit.

shz.de von
06. März 2018, 06:22 Uhr

Der draußen vor der Tür das Hafenbecken aufwühlende Wintersturm hatte im Konzertraum keine Chance – schon nach kurzer Zeit war die Stimmung in der Siegfried-Werft am Kochen. Und das lag vor allem an den beiden Power-Musikerinnen der Folkband „The Sally Gardens“ und ihren kessen Sprüchen. Seit elf Jahren treten die Schwestern Sabine Brennwald und Bettina Engel mit ihrer Band in der Siegfried-Werft auf und verwandeln diese regelmäßig in eine Folk-Location. Benni Haiberg am Banjo und Beat Engel an den Drums taten ihr übriges dazu. Das Eckernförder Gastspiel der Band, die in der Szene Kultstatus genießt, ist für einige Zeit das einzige im Norden – Betti wird Mutter und somit kürzertreten. Lässig und beschwingt verwandelten die Schwestern mit ihren rauchigen Whisky-Stimmen die einstige Schiffswerft in einen authentischen Irish-Pub. Das ausgeschenkte Bier war zweieinhalb Stunden lang Guiness und es gab keinen Fuß, der nicht irgendwie auf den Saaldielen mitwippte. Und mitsingen mussten sie auch: „Ihr müsst alle im Refrain laut mitsingen!“, erteilte Sabine eine eindeutige Ansage an die Fancrowd:„Alive alive oh, alive alive oh, crying cockles and mussles, alive alive oh!“ Neben dem Dubliners-Klassiker „Molly Malone“ spielten „The Sally Gardens“ Songs von The Pogues („Dirty Old Town“ oder „Wild Rover“) auch selbst komponierte Folk-Songs ihrer Studioalben und standen damit den bekannten Größen in nichts nach. Besonders die unbändige Spielfreude der vier Musiker und ihre Leidenschaft für die Folkmusik der grünen Insel ließ das Publikum am Freitagabend mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück. Heißt es doch jetzt, für einen gewissen Zeitraum auf die fulminanten Live-Auftritte von „Sally Gardens“ zu verzichten.

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