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Eckernförder Zeitung

19. November 2017 | 13:43 Uhr

Bauvorhaben : Teurer Anbau zur DIN-Erfüllung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Thumbyer Gemeindevertreter beraten in Ausschüssen weiter über Feuerwehrgerätehaus-Erweiterung

von
erstellt am 28.Okt.2017 | 06:38 Uhr

Thumby | Die Liste der Mängel, die die Hanseatische Feuerwehrunfallkasse (HFUK) am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in Sieseby festgestellt hat, ist lang und schwerwiegend. Und die Mängel müssen bautechnisch beseitigt werden, weshalb die Gemeinde Thumby ein Architekturbüro mit der Um- und Erweiterungsplanung beauftragt hat. Die Überraschung war groß, als Architekt Matthias Wohlenberg nun einen ersten Grobentwurf als Ideengrundlage für rund 485 000 Euro brutto vorstellte.

„Damit hatte ich nicht gerechnet“, stellte Bürgermeisterin Ulrike von Bargen (CDU) bei der Sitzung der Gemeindevertretung im Feuerwehrhaus fest. Dabei sei sie vor allem geschockt über die vielen Vorgaben, die an Schreibtischen erlassen würden, die die Kommunen als Träger der Feuerwehren aber kostenintensiv umsetzten müssten, „ohne wenn und aber“.

In seinem Entwurf hatte das Büro Wohlenberg vor allem die drei Hauptmängelpunkte der Unfallkasse nach DIN 14092 für Feuerwehrgerätehäuser berücksichtigt. Das ist eine neue Fahrzeughalle, die breit genug für das moderne Fahrzeug ist. Dann müssen zwingend Umkleiden und Duschen für Damen und Herren angeboten werden, so dass diese sich nicht mehr neben ihrem Fahrzeug in der Halle umziehen müssen wie bisher. Der dritte schwerwiegende Mangel ist das Fehlen von ausreichend befestigten Stellplätzen für die einrückenden Kameraden sowie eine separate Ausfahrt für das Einsatzfahrzeug, so Matthias Wohlenberg.

Er stellte einen Entwurf vor, der eine Erweiterung des bestehenden Gebäudes in östliche Richtung vorsieht. Teile der alten Halle werden abgerissen, dort könnte ein neuer Flur für die Umkleiden entstehen. Es folgt die Halle mit Satteldach, die die Gebäude- und Dachstruktur des Altbaus aufgreift. Es werden rund 200 Quadratmeter Nutzfläche geschaffen. Wohlenberg zeigte mehrere Varianten auf, wobei der erste Entwurf Gefallen fand. Allerdings monierten sowohl Dr. Helmut Rogge (SPD) als auch Peter Steinort (CDU), dass man doch geringe Kosten erwartet habe und, dass der Bau doch etwas „praktischer und dadurch günstiger“ sein könnte, so Steinort. So erinnerte Rogge als Finanzausschussvorsitzender daran, dass mit Straßensanierungen bereits einige Kosten auf die Gemeinde zukämen.

Wohlenberg erläuterte, dass sein Büro schon zahlreiche Gerätehäuser bauen durfte (Olpenitz, Schönhagen) und sie daher Erfahrung mit der Kostenschätzung hätten. In dieser Phase der Grobplanung müssten sie zudem auf Standardwerte zurückgreifen. Das sind rund 1500 Euro Kosten je Quadratmeter plus Nebenkosten und Außenanlagen. Ihre Schätzung sei aber so gut, dass er nur mit einer Abweichung von bis zu zehn Prozent rechne.

So überrascht könne man doch von den Kosten nicht sein, wandte Joachim Wendt (CDU) ein. Zudem verwies er darauf, dass der Entwurf ja keine Wünsche der Feuerwehr aufzeige, sondern nur die DIN-Vorgaben berücksichtige. Den Vorschlag, doch einfach eine Metallhalle zu bauen, hielt er nicht für gut, „das passt doch nicht in den Ort“. Die Vertretung nahm den Entwurf zur Kenntnis. Das Thema wird in den Fachausschüssen weiter behandelt.

Beschlüsse:

>Bei einer Enthaltung wurde der öffentlich-rechtliche Vertrag zur Gründung des Zweckverbands „Interkommunales Gewerbegebiet Nordschwansen“ erneut beschlossen. Er musste erneut beschlossen werden, da das Innenministerium formelle Anpassungen der Texte forderte.

>Thumby beteiligt sich einstimmig an den Investitionskosten von rund 70 000 Euro für die Modernisierung der Küche und des Speiseraums im Kindergarten Damp. Die Kosten werden aufgrund des Vertrags mit den Gemeinden Damp, Holzdorf und Thumby mit der Kirchengemeinde Sieseby als Träger aufgeteilt und über sechs Jahre gestreckt.

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