zur Navigation springen

gelungene kooperation : Tennis ist ein Fairplay-Sport

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Sportklasse der Jungmannschule absolviert erfolgreich ein Tennisprojekt. Gesponsert wird die Aktion vom Landesverband Schleswig-Holstein.

shz.de von
erstellt am 01.Dez.2015 | 20:06 Uhr

Den Ball fest im Blick, den Tennisschläger gekonnt in der Hand, die Füße richtig gesetzt – und schon spielt Mia den Ball mit der Vorhand in die andere Hälfte des Feldes. Die Elfjährige aus Osterby ist Schülerin in der Sportklasse des sechsten Jahrgangs der Jungmannschule und hat als solche an der Arbeitsgemeinschaft Tennis teilgenommen. Die Trainer Philipp Herold und Merle Eggers wiesen sie und weitere 25 Kinder gemeinsam mit dem Sportlehrer Achim Mewes in das Spiel mit dem Ball ein.

Im September und Oktober spielten sie zunächst auf Sandplätzen, die der Tennisclub 78 kostenlos zur Verfügung stellte. Seit einigen Wochen findet der Unterricht in der Halle statt. Angeregt wurde der Unterricht vom Tennisverband Schleswig-Holstein – eine einzigartige Aktion in Deutschland. Der Landesverband versorgte die Schüler nicht nur mit altersgerechten Schlägern und leichten Bällen, sondern bezahlte auch die Trainer.

Gestern gab Trainer Philipp seine letzte Stunde, da das Projekt Tennis in der Sportklasse abgeschlossen ist. Mit der Leistung seiner Schüler ist der 33-Jährige mehr als zufrieden. „Alle haben sehr gute Fortschritte gemacht und können mit Ball und Schläger umgehen“, zieht der gebürtige Regensburger ein positives Fazit. Großen Wert legten die Trainer auf das Erlernen von Spielspaß und Spielfähigkeit. „Beim Tennis kommt es besonders auf Fairplay an, da es erst ab der zweiten Bundesliga einen Schiedsrichter gibt“, erklärt Philipp Herold.

Dass Tennis eine Ballsportart ist, bei deren Ausübung man auch richtig ins Schwitzen kommen kann, kann Mia nur bestätigen. „Es ist ein tobiges Spiel. Man kann gut seine Wut rauslassen“, sagt die Elfjährige. Auch ihr Mitschüler Caspar (11) ist vom Tennissport begeistert. „Es ist ziemlich cool. Ich hab’ das Gefühl, viel gelernt zu haben“, beschreibt der Schüler aus Waabs seinen Eindruck. Mit Finn Jakob (11) spielt er gern im Doppel. Um den Schülern der Sportklasse eine Grundlage in körperlicher Fitness für die Ausübung unterschiedlicher Sportarten zu geben, erhielten sie nach Auskunft von Sportlehrer Achim Mewes in der fünften Klasse Ganzkörper- und allgemeines Balltraining sowie Unterricht in Fairness, um dann in Klasse sechs zwischen Golf und Tennis zu wählen.

Neben Ballgefühl galt es, Verständnis für die Regeln und das Punktesystem zu entwickeln, das sich auf den ersten Blick im Tennis nicht so schnell erschließt. So sei die Kombination von Schlagen, Erkennen der Fehler und Zählen der Punkte schon eine Herausforderung für die Kinder gewesen, verriet der Trainer – aber alle hätten diese angenommen und geschafft. Nach Ende der beiden Projekte warten neue Sportarten auf die Schüler. Ab dem 8. Dezember heißt es für sie, entweder an der Tanz-AG oder an der Tischtennis-AG teilzunehmen. Mia und Caspar haben bereits ihre Wahl getroffen. Sie freuen sich darauf, Hip Hop, Rock’n’ Roll und andere interessante Schrittkombinationen kennenzulernen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen