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Lebenshilfe Altenholz : „Teilhaben statt ausgrenzen“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Adventsfeier der Lebenshilfe Altenholz hat viele Fans. Theaterstück des Inklusionsclubs unter der Leitung von André Delor kam gut an.

Altenholz | Gut besucht war das Eivind-Berggrav-Zentrum am Freitagabend. Kein Wunder, stand doch die schon traditionelle Adventsfeier der Lebenshilfe Altenholz auf der Agenda, zu der die Mitglieder des Inklusionsclubs zusammen mit ihren Betreuern unter Federführung von André Delor ein Theaterstück erarbeitet hatten.

20 Schauspieler mit Handicap standen auf der Bühne. In dem Stück „Ferien auf dem Bauernhof“ gibt es fast nichts, was es nicht gibt: Vom Bauern-Ehepaar über die unterschiedlichsten Gäste, den Sensenmann und die Hexe, König und Königin sowie deren verwunschene Kinder bis hin zu Schäfer und Jäger. Und natürlich Tiere wie Schafe, Schweine, Pferd, Rind und das Monsterhuhn. Es geht um einen Schatz, der gestohlen werden soll und den die Hexe in ihren Besitz zaubert. Am Ende geht natürlich alles gut aus und auch zwei der Schafe werden wieder zu Königskindern.

„In das Stück, das auch Märcheneinschläge hat, fließen die Ideen der Beteiligten ein, aus denen ich dann das Stück „zusammenbastle“, sagte André Delor, der betonte, dass die Beteiligten sich von Jahr zu Jahr mehr mit einbringen. Eingebunden in das Stück war auch reichlich Musik, die von „Macht hoch die Tür“ in plattdeutscher Version über Melodien von Abba oder den Wildecker Herzbuben bis hin zu „Last Christmas“ von der Gruppe Wham und „Lasst uns froh und munter sein“ reichte und bei denen auch die Zuschauer gefordert waren.

Was die Schauspieler trotz ihrer Behinderungen zu leisten in der Lage sind, erstaunt immer wieder neu. Und deren Begeisterung und Spaß springt unweigerlich auf die Besucher über. „Die größte Freude für mich, ist dabei die Freude der Akteure“, sagte Pastor Dirk Große, der die Adventsfeier als eine der schönsten Veranstaltungen in seiner Kirche bezeichnet. Doris Bommes, Vorsitzende der Lebenshilfe Altenholz, sagte in ihrer Begrüßung, dass dieser Abend einer der wichtigsten des Jahres für die Mitglieder des Inklusionsclubs sei und dankte besonders dem Kieler Round Table 79, deren Mitglieder die Lebenshilfe seit Jahren unterstützen – mit Aktionen innerhalb des Jahres und besonders die Adventsfeier. Zusammen mit den Mitgliedern des Clubs werden die Kulissen gebastelt und auch für Essen und Getränke nach der Aufführung, sowohl für die Akteure als auch die Besucher, sorgen sie.

Bürgervorsteher Wolfgang Weiß betonte in seinem Grußwort, dass ohne diese Unterstützung der Abend nicht machbar wäre. Zudem hatte Weiß für die Lebenshilfe noch eine gute Nachricht mitgebracht: „Ich glaube nicht, dass am Zuschuss für die Arbeit der Lebenshilfe für das nächste Jahr gerüttelt wird“, so Weiß hinsichtlich dessen, dass der Gemeinderat dem Posten im Haushalt noch zustimmen muss. Auch die Firma Lorenz-Landtechnik in Sprenge spendete der Lebenshilfe 1500 Euro, die Herbert Lorenz an Doris Bommes übergab. „Die Arbeit der Lebenshilfe kann man nicht genug unterstützen“, so Lorenz. Neben weiteren Gästen wie Bürgermeister Carlo Ehrich, Horst Striebich, Ex-Bürgermeister sowie erster Ehrenbürger der Gemeinde, Ex-Bürgervorsteher Volker Clauß, war auch der Dänischenhagener Amtsvorsteher Sönke-Peter Paulsen gekommen. „Wenn die Termine zur Weihnachtszeit es erlauben, versuche ich, diese tolle Veranstaltung zu besuchen. Diesmal habe ich es endlich seit ein paar Jahren wieder geschafft“, so Paulsen.

Dass bei so viel Lob von allen Seiten der Schlussapplaus entsprechend ausfiel, ist nicht verwunderlich. Und bevor es an den Krustenbraten inklusive Beilagen ging, kam Ron Matthiesen vom Round Table 79 als Nikolaus auf die Bühne, um den Schauspielern ihre auch schon traditionelle „Schokoladen-Gage“ zu bringen. Hatten die doch auch bewiesen, dass das, was das Schild auf dem Altar forderte, für sie selbstverständlich ist: „Teilhaben statt ausgrenzen“.

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