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Eckernförder Zeitung

21. August 2017 | 20:33 Uhr

Martinsmarkt : Teilen macht glücklich

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Martinsmarkt lockte am Wochenende viele tausend Besucher in die Freie Waldorfschule.

Eckernförde | Und wieder tobte in der freien Waldorfschule in der Schleswiger Straße das pralle Leben – Zeit für den alljährlich stattfindenden Martinsmarkt. Wie in den vergangenen Jahren wurde die Veranstaltung organisiert von der Elterninitiative „Martinsmarktkreis“. Dieses Jahr hatte man eigens einen kostenlosen Shuttleservice vom Markant-Parkplatz geschaffen, um die zahlreichen Besucher, für die auf dem Gelände kein Parkraum vorhanden war, zum Schulgebäude und zurück zu transportieren.

Auf dem gesamten Schulgelände fanden Aktionen statt, so lud gleich an der Einfahrt das „Torhaus-Café“ zum gemütlichen Kaffeeplausch ein, im Hauptgebäude wurde auf drei Etagen verkauft, gebacken, gespielt, gebastelt und sogar Cocktails – natürlich ohne Alkohol – wurden angeboten. In der Mensa schüttelten und rührten Schüler aus der 10. Klasse farbenfrohe Cocktailkreationen und dekorierten sie mit Schirmchen, Früchten und einem Zuckerrand. Marlene, Carla, Anton, Piet, Kimo und Nico – alle 16 Jahre – arbeiteten hinter dem Tresen Hand in Hand, die Cocktails fanden reißenden Absatz.

Die Gelegenheit, sich bei Kaffee und Kuchen zu stärken, gab es auf allen Etagen, in der „himmlischen Waffelbäckerei“, das „Sterntaler-Café“, das Insel-Café und im zweiten Obergeschoß im „Café Europa“ wurden von den Eltern der Schüler gespendete Kuchen und Torten angeboten. „Die Erlöse sollen genau wie das beim Losverkauf für die große Tombola eingenommene Geld und die Standgebühren der externen Aussteller für besondere Ausgaben im schulischen Rahmen verwendet werden, ein Teil geht unter anderem an eine Partnerschule im südafrikanischen Windhuk“, erklärt Eurhythmie-Lehrer Andreas Voigt, der mit seiner 11. Klasse im Klassenraum ein Antiquariat betreibt. „So wie der heilige Martin seinen Mantel mit den Armen teilte, teilen wir und unterstützen förderungswürdige Projekte in anderen Ländern, deren Bewohner nicht so vom Glück begünstigt sind.“

In diesem Antiquariat stöberten auch Patricia und Jan Kässens aus Rieseby mit ihrer kleinen Tochter Freya (6 Monate) „Es wird zwar noch etwas dauern, bis Freya lesen kann, aber wir haben ihr schon mal ein Buch ausgesucht“ erzählte die junge Mutter – das Buch heißt „ Die wundersame Reise einer kleinen Kröte“. „Auch im Zeitalter von Smartphones und Ebook-Readern übt so ein richtiges Buch doch immer noch einen besonderen Zauber aus“ bemerkte Claudia Fischer, die aus Schleswig gekommen war „Ich besuche diesen Markt schon seit vielen Jahren, inzwischen ist der Martinsmarkt deutlich mehr als nur ein Geheimtipp.“

Im Erdgeschoss des Haupthauses war der Stand von Gerda Antlauer, die aus dem Rheinland angereist war, dicht belagert. Zu sehen und zu kaufen gab es hier ausdrucksvolle selbstgefertigte Figuren aus Filz – vom Engel bis zum Meerschweinchen war alles vertreten. Vier Enkelinnen der Kunsthandwerkerin besuchen die Waldorfschule und halfen fleißig beim Verkauf. Anna Treder war aus Köln angereist, um Freunde in Eckernförde zu besuchen. „Aber auch wegen des Martinsmarktes, wir kommen schon seit Jahren“, erzählte sie und betrachtete einen der gefilzten Engel.

Bei all dem bunten Treiben war es schwer vorstellbar, dass am Montag wieder ganz normaler Schulbetrieb sein wird, aus den Verkaufsräumen Klassenzimmer und aus der Cocktailbar die Mensa.



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