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Unbefristet : Taxigutscheine für die Jugendlichen

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Barkelsbyer Finanzausschuss empfiehlt, den Haushaltsplan 2016 erst nach der Kreistagssitzung zu verabschieden. Die Investitionen werden im nächsten Jahr zurückgefahren.

shz.de von
erstellt am 06.Nov.2015 | 05:39 Uhr

Vor genau einem Jahr beschloss die Gemeindevertretung, Jugendlichen mehr Mobilität zwischen Eckernförde und Barkelsby zu ermöglichen und führte zu diesem Zweck Gutscheine für Taxifahrten ein. Durch diesen Gutschein übernimmt die Gemeinde 5 Euro der Fahrtkosten. Zunächst hatte man die Förderung bis Ende 2015 begrenzt. „Diese Gutscheine wollen wir in Zukunft unbefristet anbieten“, sagte Hans-Heinrich Köpke, Vorsitzender des Finanzausschusses, der sich in seiner jüngsten Sitzung für die Fortsetzung des Angebots aussprach.

„Jeder Jugendlicher mit gültigem Schülerausweis kann sich einmal im Quartal drei Gutscheine bei der Familie Greis in Barkelsby abholen“, so der Vorsitzende. Unbedingt erforderlich seien die Unterschrift des Bürgermeisters und das Vorhandensein des Gemeindesiegels auf dem Gutschein, erklärte Köpke. Er wies darauf hin, dass die Gutscheine ausschließlich für Taxiunternehmen in Eckernförde gelten. Unter den Jugendlichen sei das Angebot anscheinend noch nicht so bekannt. Bislang seien die Gutscheine in diesem Jahr insgesamt 16-mal ausgegeben worden, so der Vorsitzende. Die Gemeinde Barkelsby ist schuldenfrei. Eine gute Voraussetzung, um den Haushalt für 2016 zu beraten. Der Haushaltsplan sieht im Verwaltungshaushalt in der Einnahme und in der Ausgabe 2  367  100 Euro vor, im Vermögenshaushalt belaufen sich die Summen auf 456  100 Euro. Trotzdem ergeben sich im Vergleich zum Haushalt 2015 wesentliche Änderungen, die teilweise bedingt sind durch hohe Investitionen aus 2015. So ist der Anteil der Gemeinde an der Erneuerung der Schmutzwasserleitung der Stadtwerke Eckernförde von Barkelsby nach Eckernförde von 550  000 Euro auf 650  000 Euro gestiegen. Auch die Nutzungsänderung der Dachgeschosswohnung der Schule schlug im laufenden Haushaltsjahr mit 55  000 Euro zu Buche. 5900 Euro wurden für die Ausgestaltung des Containers als Klassenraum aufgewendet. Ergebnis dieser Mehraufwendungen waren 187  200 Euro, die der Rücklage zusätzlich entnommen wurden, so dass dieser Posten Ende dieses Jahres 513  000 Euro betragen wird. Aufgrund dieser Investitionen und um die Rücklage der Gemeinde zu schonen sprach sich der Finanzausschuss dafür aus, angedachte Vorhaben, wie den Straßenausbau des Rögener Wegs (147  900 Euro), zurückzustellen. Auch der Anbau an das Feuerwehrhaus soll mit 150  000 Euro um 100  000 Euro geringer ausfallen als im Haushalt vorgesehen. Statt der bisher geplanten Entnahme von 441  700 Euro sollen nur noch 193  800 Euro der Rücklage entnommen werden. Folgerichtig empfahl der Finanzausschuss der Gemeindevertretung, auf der nächsten Sitzung den Beschluss zum Straßenausbau Rögener Weg aufzuheben.

Im Vergleich zu 2015, wo dem Vermögenshaushalt noch 188  500 Euro zugeführt werden können, befindet sich die Zuführung in 2016 im Minus (-27  300 Euro). Einer der Gründe ist eine denkbare Erhöhung der Kreisumlage. Sorgen bereitet dem Fachausschuss die Ungewissheit in Bezug auf die zukünftige Höhe der Kreisumlage. Bei der Planung des Haushaltes 2016 ist man von einer Erhöhung um zwei Prozent auf 33 Prozent ausgegangen. Statt 402  900 Euro rechnet der Finanzausschuss mit 453  300 Euro Kreisumlage im nächsten Jahr – das entspricht einer Erhöhung um 50  400 Euro. Einig waren sich die Ausschussmitglieder, dass man die Kreistagssitzung, auf der über die Höhe der Kreisumlage entschieden wird, abwarten will. „Erst, wenn die Höhe der Kreisumlage bekannt ist, wollen wir den Haushaltsplan für 2016 endgültig beschließen“, so der Vorsitzende Köpke. Sollte die Kreisumlage höher als die eingeplante zweiprozentige Erhöhung ausfallen, soll in den Fraktionen eine Anhebung der Hebesätze in der Gemeinde beraten werden. Bisher sind die Realsteuern wie folgt festgesetzt: Grundsteuer A auf 210 von Hundert, Grundsteuer B auf 220 von Hundert und Gewerbesteuer auf 300 von Hundert.

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