Tanzen - Kunst, Sport und Ausgleich

Trainer Martin Schumann.
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Trainer Martin Schumann.

Zum 30-jährigen Bestehen der Tanzsparte des Gettorfer Turnvereins (GTV) werden die Weichen gestellt, sich auf Leistungssportebene wieder einen Namen zu machen.

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09. Mai 2009, 04:59 Uhr

Gettorf | Gelungener Start 1979: Karl-Ernst Buchheim, Vater des heutigen GTV-Vorsitzenden Gunnar Buchheim, rief die Tanzsparte ins Leben, die in nur einem Jahr 100 Mitglieder fand, so dass ein Aufnahmestopp verhängt werden musste. Zahlreiche Turniererfolge folgten, die aber seit 15 Jahren ausgeblieben sind. Ein Zustand, den Trainer Martin Schumann ändern möchte.

1996 löste der mehrfache Landesmeister und Finalist verschiedener Turniere auf nationaler wie internationaler Ebene, der wiederholt für Showauftritte auf der MS Europa und MS Deutschland verpflichtet wurde, Sönke Scharkat ab. Damals zählte die Sparte noch 45 Mitglieder. Und sportliche Erfolge, mit denen beispielsweise Bärbel und Robert Anders den Verein bekannt gemacht hatten, gab es schon lange keine mehr. Bis heute ist es gelungen, wieder 130 Frauen und Männer zwischen 17 und über 70 Jahren in der Sparte für den Tanzsport zu begeistern. Der Bau des GTV-Vereinsheims, in dem montags und dienstags getanzt wird, habe einen großen Teil zu der Entwicklung beigetragen sagt Schumann. Denn zuvor zogen die Gruppen von Gasthof zu Gasthof. Aber auch Sonderthemen wie Tango Argentino oder Disco-Fox, die der 45-Jährige zwischendurch anbietet, hätten das Interesse am Tanzen geweckt. Und am 26. Mai startet um 18.30 Uhr nach drei Jahren erstmals wieder ein Kurs für die Jugend.

Zudem hat sich unter den Breitensportlern eine Gruppe von Vorturniertänzern herauskristallisiert. "Vielleicht gelingt es uns, daraus wieder eine Turniergruppe aufzubauen und wieder Erfolge mit der Tanzsparte zu holen. Es wäre schön, das für den Verein zu erreichen", sagt Schumann, der auch im Raisdorfer TSV und als Trainer engagiert ist und zudem den Verein "Fosite Helgoland" in Blockunterricht betreut. "Es ist für mich eine Verbindung aus Sport und Kunst und ein Ausgleich zu meiner sitzenden Tätigkeit - sowohl körperlich als auch im Kopf", sagt Schumann. "Und man hat immer mit netten Leuten zu tun."

Der Verein weiß ihn als Trainer zu schätzen. Ohne ihn hätte auch das eigene Vereinsheim als Trainingsgelegenheit im Ort nicht viel genützt, sind Spartenleiter Jürgen Lemke und seine Vertreter Tamara Brodmann und Thomas Hawemann überzeugt. Schumanns unermüdlichem Engagement, seiner grenzenlosen Geduld und seiner stets guten Laune sei die Freude an ihrem Hobby zu verdanken.

Gefeiert wird das Jubiläum heute im Lindenkrug Großkönigsförde mit Dias aus dem Jahr 1979 und Tanz.

. Infos per Mail an martin@tanzsport-schumann.de.

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