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40 Jahre Seniorenbeirat Altenholz : Tanz, Musik und Tipps für den Gemeindechef

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

40-Jahr-Feier des Altenholzer Seniorenbeirates / Festvortrag von Heide Simonis

40 Jahre Seniorenbeirat in Altenholz – wenn das kein Grund zum Feiern ist. Dazu waren die Mitglieder des Seniorenbeirats und ihre gut 160 Gäste am Sonnabend ins Gemeindezentrum gekommen. Neben Bürgermeister Carlo Ehrich und weiteren Vertretern der Gemeinde und der Parteien begrüßte Beiratsvorsitzender Dieter Jacob auch Vertreter verschiedener anderer Seniorenbeiräte, des Landesseniorenrats, des Kreisseniorenbeirats, des Altenholzer Jugendbeirats, der Kirchen sowie anderer Organisationen und Verbände und als Ehrengast ehemalige Ministerpräsidentin Heide Simonis.

Der Seniorenbeirat Altenholz zählt zu den ältesten im Lande. 1974 berief der damalige Bürgermeister Edgar Meschkat den ersten Seniorenbeirat auf Initiative des seinerzeitigen Bürgervorstehers Gustav Vogt ins Amt, um die Gemeinde in Fragen der Seniorenpolitik zu beraten. Da der Beirat aus Alters- und gesundheitlichen Gründen seine Mitglieder nach und nach verlor, stellte er die Arbeit 1981 ein. Im darauffolgenden Jahr regt Bürgermeister Dallmeyer eine Neugründung an, diesmal wird der Beirat nicht berufen, sondern gewählt.

1989 schließlich erhält der Seniorenbeirat durch Beschluss der Gemeindevertretung eine Geschäftsordnung. Der Seniorenbeirat war unter anderem an der Planung einer Seniorenwohnanlage in Stift, der Gestaltung des Friedhofs oder auch der Programmgestaltung der Kulturveranstaltungen in Altenholz beteiligt. Er veranstaltet zweimal im Jahr das Seniorenfrühstück, hat für die Seniorenpässe gesorgt und unternimmt mindestens zwei Busfahrten pro Jahr. Und er gab der Gemeinde etliche Anregungen für Verbesserungen, wie Carlo Ehrich sagte. „Kleine, eigentlich selbstverständliche Dinge, auf die man aber selbst oftmals gar nicht kommt. Wie beispielsweise Griffstangen an den Stufen zum Rathaus“, so der Bürgermeister, der betonte, dass die Generation 60plus immer größer werde und eine gesellschaftlich relevante Gruppe darstellt, weshalb es wichtig sei, im Dialog zu bleiben.

Pastor Okke Breckling-Jensen zollte in seinem Grußwort dem Beirat für seine Arbeit Hochachtung und Respekt. Jutta Kock, Vorsitzende des Kreisseniorenbeirats, wies auf die Aktivitäten vieler Altenholzer auf Kreisebene hin und Peter Schildwächter, Vertreter des Landesseniorenrats, hob die Wichtigkeit der Arbeit der Seniorenbeiräte hinsichtlich der Probleme wie unter Gesundheitswesen, Mobilität und Generationenvertrag hervor. „Die Politik“, so Schildwächter, „sollte auf die Senioren hören und deren Lebenserfahrungen als Chance sehen“. Heide Simonis hielt den Festvortrag unter dem Motto „Die alternde Gesellschaft und das zivile Engagement der Älteren“. Sie fragte zu Beginn: „Wer möchte schon gerne alt werden?“ und ging auf Probleme wie Generationskonflikte, Gefahr von Altersarmut sowie eingeschränkter Mobilität ein und stellte fest, dass der demografische Wandel gesellschaftliches Engagement braucht.

Gefragt nach Plänen im Altenholzer Seniorenbeirat sagte der Vorsitzende Jacob, dass man sich eine bessere Zusammenarbeit mit Landes- und Kreisseniorenbeirat wünsche, da diese in der Vergangenheit nicht immer ganz optimal war. Außerdem wolle man sich mehr in politische Themen wie Pflege, Altersarmut, Verkehrsmobilität und Kriminalprävention einbringen. „Das sind Themen, die künftig stärker auf unserer Agenda stehen sollen“, so Dieter Jacob, der aber gleichzeitig betonte, dass dem Seniorenbeirat sehr daran gelegen ist, auch die Jugendarbeit mit einzubeziehen.

Neben den Reden und Grußworten kam das Feiern nicht zu kurz. Neben Kaffee, Torte und Kuchen sorgte Marita Horn mit ihrem Akkordeon für die richtige Stimmung im Saal, und die Seniorentanzgruppen aus Stift und Klausdorf zeigten, dass man auch im Alter nicht rosten muss, sondern durchaus agil bleiben kann

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