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Neujahrskonzert : Tango bringt finnische Seele nach Waabs

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Musiker Meike Salzmann (Konzertakkordeon) und Ulrich Lehan (Klarinette und Saxophon) begeisterten bei ihrem Neujahrskonzert in der Waabser Marienkirche das Publikum mit Tangos.

shz.de von
erstellt am 15.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Marienkirche. Anziehungspunkt war das Neujahrskonzert mit den Musikern Meike Salzmann (Konzertakkordeon) und Ulrich Lehan (Klarinette und Saxophon), zu dem Pastorin Peggy Kersten die Gäste begrüßte.

Über die Region hinaus sind die zwei Musiker bekannt, die Vorfreude auf das Konzert spiegelte sich in den Gesichtern der Besucher wider. Mit dem ersten Klang der temperamentvollen Tarantella Napoletana, dem Spinnentanz, schafften Salzmann und Lehan sofort die Verbundenheit zum Publikum. Mit viel Spielfreude und voller Charme moderierte Salzmann zwischen den Musikstücken. Seit 14 Jahren musizieren die Akkordeonspielerin und der Klarinettist zusammen, und dieses spürte der Zuhörer sofort. Mit viel Herzblut präsentierten sie den finnischen Tango. Ein etwas anrüchiger, unmoralisch angesehener Tanz, der sich dennoch 1913 in Helsinki ausbreitete und bis heute weltweit beliebt ist. Wunderschöne Namen der Musikstücke wie „Schneeflockentanz“ ließen den Einklang zur Natur fühlen. In Finnland ist der Tango kein Performance-Tanz, sondern wird als volkstümlich bezeichnet und in Tracht zu vielen Volksfesten getanzt. Ursprünglich drückte er die Gefühle der Finnen zur Zeit der russischen Unterdrückung aus.

Verschmitzt erzählte Salzmann die Geschichte der Instrumente und nahm die Besucher mit in die Welt der Musik. Die fröhlich klingende Klarinette und der volle Sound des Konzertakkordeons zeigten vom rhythmischen Tango, gefühlvollen Walzer, bis hin zur melancholischen Klezmermusik und dem Swing der Hugo Strasser Zeit alle Facetten.

In der Pause waren die Musiker offen für Gespräche und erhielten immer wieder lobende Worte. Der studierte Musiker Lehan ist nicht nur mit seiner Klarinette eine Einheit, schwungvoll präsentierte er die Swing Melodien auch auf dem Saxophon. Dorothea Hornstein aus Waabs fasste für viele Besucher zusammen: „Einfach Spitze. Ich spiele selber Akkordeon und bin von dem Können der beiden Musiker begeistert. Es steckt so viel Herzblut darin, faszinierend wie sie das Publikum mit einbinden. Dieser Abend ist ein Geschenk.“ Und auch das Ehepaar Waltraud und Gerd Füg aus Eckernförde waren begeistert. „Wir hören das Duo nicht das erste Mal, auch das Ambiente in der Kirche passt.“ Stehender Applaus war die Belohnung für die Musiker, die sich mit schwungvollen Zugaben bedankten.

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