Dialog : „Talsohle durchschritten“

Bürgermeister oder Vertreter aus 29 Gemeinden, aus denen Mitarbeiter der Heliosbetriebe in Damp stammen, waren gestern zum Bürgermeister-Brunch im ostsee resort Damp, um mit den Helios Geschäftsführern ins Gespräch zu kommen.
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Bürgermeister oder Vertreter aus 29 Gemeinden, aus denen Mitarbeiter der Heliosbetriebe in Damp stammen, waren gestern zum Bürgermeister-Brunch im ostsee resort Damp, um mit den Helios Geschäftsführern ins Gespräch zu kommen.

Die Helioskliniken informieren 29 Bürgermeister oder ihre Stellvertreter beim ersten Bürgermeister-Brunch im Vitalrestaurant über die Entwicklung des Standortes Damp und Schönhagen. Bürgermeister loben offenen Dialog mit Helios Geschäftsführern.

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23. November 2013, 06:00 Uhr

Die Helios-Kliniken sind mit der größte Arbeitgeber in der Region. Gut 1000 Mitarbeiter sind am Standort Damp und Schönhagen tätig. Nach dem turbulenten Start im Vorjahr, als das Berliner Gesundheitsunternehmen die Aktienmehrheit der Damp Holding AG erwarb, kam es zu einem langanhaltenden Arbeitskampf, der schließlich beigelegt wurde. Inzwischen ist Ruhe eingekehrt am Standort und es sind über 30 Millionen Euro investiert worden, wie Reiner Micholka, Helios Regionalmanager, den Bürgermeistern oder ihren Vertretern aus 29 Gemeinden aus der Region gestern beim ersten Bürgermeister-Brunch berichtete.

„Unsere Mitarbeiter sind die Multiplikatoren“, sagte Micholka, daher hatte Helios Einladungen an Bürgermeister aus rund 100 Gemeinden geschickt, aus denen die Mitarbeiter stammen. „Es war ein konstruktiver Dialog“, sagte der Regionalmanager, der wie fünf weitere Geschäftsführer aus Damp und Schönhagen, den Gästen Rede und Antwort stand. Das Treffen sei eine Möglichkeit, um Vertrauen aufzubauen, sagte er im Pressegespräch „es war informativ für beiden Seiten.“ Zudem machten die fast 19 Millionen Euro Investitionen durch Helios, 13,5 Millionen stammen von der Gemeinde Damp für den Bau des neuen Entdeckerbades mit öffentlicher Förderung, deutlich, dass der Standort nicht nur erhalten, sondern auch gestärkt werden soll. Auch dieses wollte man den Gästen deutlich machen und hatte daher verschiedene Besichtigungen angeboten.

Besonders freute die Bürgermeister, dass am Standort Damp und Schönhagen die „Talsohle des Patientenrückgangs“ seit dem Sommer Geschichte ist. Im Vorjahr habe man Fallrückgänge von rund 25 Prozent feststellen müssen, so Micholka. Allerdings fiel die Phase auch in einen bundesweiten Trend, dass Kliniken weniger Patienten hatten, der zwischen 15 und 25 Prozent lag. Seit dem Sommer sei die Ostseeklinik Damp wieder zu über 90 Prozent ausgelastet „das Haus ist voll, Tendenz steigend.“ Dort waren zuletzt die Wahlleistungsstationen der Ostseeklinik umfangreich technisch und optisch modernisiert worden, berichtete Geschäftsführer Christof Kreische. Die weiteren Stationen werden folgen.

Volles Haus meldet auch die Rehaklinik Damp, ergänzte Geschäftsführer Heiko Pichler. Das Haus habe sich jetzt beworben, eines von bundesweit zehn Medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitations-Zentren (MBOR) zu werden. Nach Vorprüfungen der Deutschen Rentenversicherungsanstalt gab es viel, Lob und gute Ergebnisse, nur die Zusage fehle noch, so Pichler. Hinter MBOR steht die Rehabilitation von Menschen unabhängig von orthopädischen Operationen, um sie wieder für die Berufswelt fit zu machen. Bereits jetzt entfallen rund 40 Prozent der Rehapatienten auf diesen Zweig, 60 Prozent sind typische Rehabilitationen nach Operationen. Das Zentrum wird dafür um rund 70 orthopädische Betten ergänzt, die bislang in der Rehaklinik Schloss Schönhagen waren. Diese wird ab 1. Januar zum onkologischen Zentrum , dafür wurden bereits jetzt 374 000 Euro in einen neuen Therapiebereich investiert, berichtete Geschäftsführer Birk Heinrich.

Unter den Bürgermeistern waren auch Schleswigs Bürgermeister Jens Dahl, Damps Bürgermeister Horst Böttcher und Brodersbys Bürgermeister Christian Schlömer. Böttcher bestätigte, dass der Arbeitskampf tiefe Wunden geschlagen habe, dass diese aber verheilten. Er sehe jetzt, dass in Damp gute Arbeit geleistet werde. Das offene Gesprächsangebot der Geschäftsführer sei sehr gut gewesen. Ganz ähnlich lobte Dahl die Bedingungen für den Standort Schleswig. Helios sei der Arbeitgeber in der Region. Mitarbeiter, Handwerker und Unternehmen würden von der Wirtschaftskraft profitieren, sagte er. Schlömer lobte die gute Zusammenarbeit in Schönhagen und in Damp. Er müsse allerdings noch viel Überzeugungsarbeit leisten, dass sich viel in Damp positiv entwickelt habe.

Von einer verhaltenen Anlaufphase der Vermietung der neuen Ferienhäuser berichtete Ralf Germer, Geschäftsführer des ostsee resort damp. Er erwartet aber einen deutlichen Anstieg, wenn das Entdeckerbad im Frühjahr 2014 in Betrieb geht. Micholka kündigte an, in einem Jahr erneut einzuladen, um auch die Menschen hinter Helios zu zeigen.

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