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Infotag am 11. Juni 2016 : Tag der Bundeswehr: Stelldichein der Giganten in Hohn

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Beim Tag der Bundeswehr auf dem Nato-Flugplatz Hohn am 11. Juni haben die Organisatoren ein gigantisches Programm zusammengestellt

shz.de von
erstellt am 06.Jun.2016 | 06:10 Uhr

Hohn | Im Cockpit des neuen Militärtransporters A400M sitzen, einen Leopard-2-Panzer in voller Fahrt an sich vorbeirauschen lassen oder das Kommando Spezialkräfte bei einer Geiselbefreiung hautnah beobachten: Wer schon immer einmal erleben wollte, was beim Militär sonst weitgehend unter Verschluss stattfindet, kommt auf dem Nato-Flugplatz Hohn voll auf seine Kosten. Am Sonnabend, 11. Juni, findet dort von 10 bis 17 Uhr der Tag der Bundeswehr statt – eine Veranstaltung mit riesigen Ausmaßen.

Alles an diesem Tag ist gigantisch: Auf einer Fläche von 1200 mal 300 Metern auf dem Flugfeld des Lufttransportgeschwaders (LTG) 63 findet sich alles, was in der Bundeswehr Rang und Namen hat. Die Gäste können 24 Flugzeuge und Hubschrauber aus unmittelbarer Nähe sehen und zum Teil auch von innen besichtigen. Gleich am Eingang treffen sie auf die neueste Errungenschaft der Luftwaffe – den Transportflieger A400M, von dem es bislang erst drei Exemplare gibt.

Gleich nebenan präsentieren die Hohner Soldaten ihre Jubiläumsmaschine, eine in den Landesfarben lackierte Transall C-160. Denn das LTG 63 feiert in diesem Jahr seinen 55. Geburtstag. Auch die Kameraden vom Nachbar-Fliegerhorst in Jagel sind vertreten: Die Soldaten des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 „Immelmann“ bringen zwei Tornado-Düsenjäger mit. Ein Eurofighter ist ebenfalls zu sehen. Darüber hinaus stellt die Flugbereitschaft des Bundesverteidigungsministeriums einen Airbus 319 und einen Global-5000-Jet aus.

Spektakulär wird es an einer eigens abgesperrten, 100 Meter langen Strecke: Dort zeigt die Panzerlehrbrigade 9 aus dem niedersächsischen Munster, was sie mit dem Leopard-2-Kampfpanzer anstellen kann. Als Höhepunkt im Programm demonstrieren die Soldaten des Kommandos Spezialkräfte zweimal an diesem Tag, wie sie Geiseln befreien. An dieser „militärischen Evakuierungsoperation“ beteiligen sind auch Kampfflugzeuge, die Transall, Fallschirmspringer und ein Hubschrauber vom Typ CH53, aus dem sich die Spezialkräfte abseilen.

Oberstleutnant Thies Voigt, der als stellvertretender Kommodore des LTG 63 den Tag organisiert, freut sich besonders auf die Vorführungen in der Luft mit dem Drei-Generationen-Flug der 50 Jahre alten „Nord Noratlas“, der Transall und dem A400M – den drei Transportflugzeugen aus der Geschichte der Luftwaffe, die ihr 60. Jubiläum feiert. Voigt weist aber besonders auf die Solo-Vorführung des Hubschraubers „Bo 105“ hin – Loopings inklusive. „Das lohnt sich“, sagt er.

Die Marine aus Eckernförde bringt zwar kein Schiff mit, aber ermöglicht einen digitalen Rundgang durch ein U-Boot. Auch Kampfschwimmer und Minentaucher zeigen ihre Ausrüstung. Kinder können Knoten knüpfen und sich im Matrosenanzug fotografieren lassen. Für Unterhaltung sorgt das Marinemusikkorps Kiel sowie der Musikzug Alt Duvenstedt. Auch eine Imbissmeile ist vorgesehen.

Das LTG 63 erwartet über den gesamten Tag verteilt bis zu 60.000 Besucher. Das Problem: Am Flugplatz stehen kaum Parkplätze zur Verfügung. Deshalb können die Gäste auf 15 Flächen mit insgesamt rund 15.000 Parkplätzen nördlich und östlich von Hohn ihre Wagen abstellen. Von dort aus werden 90 Busse eingesetzt, die ständig zum Haupteingang an der Ostwache pendeln.

Thies Voigt appelliert: „Die Gäste sollten nicht versuchen, so nah wie möglich heranzufahren, sondern die ‚Park and Ride‘-Plätze nutzen oder gleich mit der Bahn nach Rendsburg oder Owschlag anreisen. Von dort aus fahren ebenfalls Busse.“ Einen Pendelservice gibt es zudem von 14 Haltepunkten in der Umgebung.

Informationen darüber gibt es im Internet unter www.tag-der-bundeswehr.de.

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