Tennis-Landesligen : SV Louisenlund besiegt Titel-Konkurrenten

Zum Saisonauftakt in der Tennis-Landesliga hat sich der SV Louisenlund mit 5:4 beim THC Neumünster durchgesetzt. Nicht so gut lief es dagegen für die Herren 40 des TSV Altenholz.

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12. Mai 2015, 06:00 Uhr

Louisenlund | Schwer erkämpfter aber perfekter Auftakt für die Herren des SV Louisenlund, die sich mit 5:4 (4:2) beim starken Aufsteiger THC Neumünster durchsetzten und einem vermeintlichen Titelkandidaten hinter sich ließen. Unglücklich verlief indes der Start für die Herren-40 des TSV Altenholz im Landesoberhaus.

Landesliga, Herren

THC Neumünster – SV Louisenlund          4:5 (2:4)

Nicht wenige Fachleute sahen schon den Saisonauftakt zwischen dem starken Aufsteiger THC Neumünster und Hallen-Landesmeister SV Louisenlund als Entscheidung in der Tennis-Landliga um den Titel an. Neben der Brisanz war es aber auch ein herzliches Wiedersehen mit Louisenlunds jahrelangem Ex-Coach und Spieler Jörgen Michael auf Seiten des THC, der so gut wie alle Spieler des heutigen SVL-Kaders unter seinen Fittichen hatte. Die Begegnung war dann auch ein Spitzenspiel auf teilweise sehr hohem Niveau mit dem glücklicheren, aber letztlich auch verdienten 5:4-Sieg der Mannschaft von der Schlei, die sich damit einen der ärgsten Konkurrenten um die Meisterschaft und die Nordliga-Aufstiegsrunde zumindest vorerst vom Leib gehalten hat. „Es war das erwartet schwere Spiel. Über alle Spieler und Partien waren wir das Quäntchen ausgeglichener und auch routinierter, insofern geht das Ergebnis in Ordnung“, analysiert SVL-Mannschaftsführer Alexander Simon. Angesichts der Stärke des Gegners boten beide Teams das Beste auf, was ihre Kader zu bieten hatten. In der Auftaktrunde sorgten Jan-Christoph Bollmann und Bane Jovanovic mit klaren Zweisatzsiegen für die schnelle 2:0-Führung des SVL. Auch Alexander Simon war gegen den Dänen-Import Christian Tuesen nach Satzgewinn ebenfalls auf dem besten Weg. Aber nach starkem 6:3 im ersten Satz kam der Neumünsteraner immer besser ins Spiel, produzierte im Gegensatz zu Simon kaum noch Fehler und holte mit 6:0 den Satzausgleich. Im Matchtiebreak gab es Chancen hüben wie drüben – aber mit 10:7 hatte letztlich der Neumünsteraner das bessere Ende für sich. Anschließend bekam der reaktivierte Matthias Rickertsen auch aufgrund von geringer Matchpraxis und an diesem Tag fehlendem Aufschlag gegen den allerdings sehr starken zweiten Dänen im THC-Kader, Jeppe Frantzen, kein Bein an Deck und unterlag bei nur einem Spielgewinn glatt. Louisenlunds dänischer Neuzugang Andreas Wejs fügte sich in seiner ersten Partie für seinen „neuen Arbeitgeber“ glänzend ein und distanzierte sein Kontrahenten glatt in zwei Sätzen zur 3:2-Führung. Damit musste das Spitzenspiel entscheiden. Neumünsters Nummer 1, Thies Greve, erwischte gegen Björn Petersen eine glänzenden Beginn, führte blitzschnell 5:2. Doch Petersen schlug zurück und kam – vielleicht auch durch seine schon internationale Erfahrung – noch zu einem 7:5-Satzgewinn. „Wer weiß, was bei Satzverlust passiert wäre, die gesamte Partie drohte zu kippen“, war Simon heilfroh über den Wendepunkt zu Gunsten seiner Nummer eins. Im zweiten Durchgang kam der mit krachenden Returns aufwartende Louisenlunder gegen den immer mehr verzweifelnden Greve nicht mehr in Gefahr und holte mit 6:2 die wichtige 4:2-Führung vor den Doppeln. Drei Doppel zu verlieren schien aus Sicht der Louisenlunder unmöglich. Auch wenn das zweite und dritte Doppel patzte, war der Gesamterfolg von den damit doppelt erfolgreichen Petersen/Jovanovic mit 6:2 und 6:0 nicht mehr in Gefahr. „Wir sind froh, dass schwere Spiel für uns entschieden zu haben. Nun heißt es, aber nicht nachlässig zu werden und weiter von Spiel zu Spiel zu denken“, weiß Simon aus langer Erfahrung, dass alle Spiele auf den Platz und nicht am Rechner entschieden werden.

Thies Greve – Björn Petersen 5:7, 2:6, Niklas Virzins – Branislav Jovanovic 3:6, 4:6, Jeppe Frantzen – Matthias Rickertsen 6:1, 6:0, Fabian Mühlstädt – Jan Christoph Bollmann 1:6, 4:6, Nikolas Landskron – Andreas Wejs 2:6, 1:6, Christian Berg Tuesen – Alexander Simon 3:6, 6:0, 10:7.

Virzins/Landskron – Petersen/Jovanovic 2:6, 0:6, Greve/Tuesen – Rickertsen/Simon 4:6, 6:2, 10:7, Frantzen/Mühlstädt – Bollmann/Wejs 6:2, 6:4.


Herren-40

TSV Altenholz – TV Fortuna Glückstadt     3:6 (2:4)

Drei unglückliche Niederlagen im Matchtiebreak verhinderten einen durchaus in Reichweite liegenden Erfolg gegen gleichwertige Gäste aus Glückstadt. Nach Siegen von Ingo Reiz im Spitzenspiel und Roland Thielsen verpassten Ingo Brehme und Sascha Illner im dritten Satz eine bessere Ausgangssituation vor den Doppeln für die ersatzgeschwächt antretenden Altenholzer. Drei Doppelsiege waren dann nicht mehr realistisch.

Ingo Reiz – Torsten Schröder 4:6, 6:3, 10:4, Marius Wiecanowski – Kai Engelbrecht 1:6, 3:6, Roland Thielsen – Sven Barthelmann 6:0, 6:1, Ingo Brehme – Daniel Wecker 5:7, 7:5, 10:12, Kai-Uwe Rummer – Thorsten Marks 1:6, 3:6, Sascha Illner – Dennis Marten 6:4, 3:6, 3:10, Reiz/Wiecanowski – Barthelmann/Wecker 6:1, 6:2, Thielsen/Brehme – Schröder/Gellert 6:0, 6:7, 4:10, Rummer/Illner - Engelbrecht/Marks 2:6, 4:6.

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