zur Navigation springen

Fussball-Kreisklasse A : SV Holtsee und Osdorf II droht eine Zittersaison

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der große Hinrunden-Rückblick auf die Fußball-Kreisklasse A Rendsburg-Eckernförde beschäftigt sich im zweiten Teil mit den Mittelfeld und der Abstiegsregion der Tabelle.

shz.de von
erstellt am 01.Jan.2014 | 06:00 Uhr

TSV Rieseby

Im Lager des TSV ist man mit dem bisher Erreichten absolut zufrieden. Und das, obwohl die Vorbereitung alles andere als optimal verlief. Die Mannschaft von Sönke Burkowski hat sich als bester Aufsteiger mit einer fast ausgeglichenen Bilanz dennoch im Tabellenmittelfeld etabliert und dürfte unter den gegebenen Voraussetzungen nicht mehr in Abstiegsgefahr geraten. Schon am ersten Spieltag sorgte die Mannschaft für Furore, als man den SV Fleckeby mit 3:1 bezwang. Als darauf der klare Sieg gegen den nächsten Kreisligaabsteiger SV GW Todenbüttel folgte (6:2), träumten kühnste Optimisten wohl schon vom Durchmarsch. Nicht so Burkowski, der stets Realist blieb und seinem Team aber attestierte, nicht nur kämpfen zu können, sondern sich auch spielerisch verbessert zu haben.

Gettorfer SC II

Die Reserve des GSC hat sich einen Platz im gesicherten Mittelfeld vorgenommen. Mit Rang zehn liegt das Team von Christopher Sacht, der kurz vor Ende der Hinrunde seinen Trainerposten abgegeben hat, durchaus im Soll. Allerdings bestätigte sich die Befürchtung, dass man durch den Weggang einiger Leistungsträger wie Tobias Vosgerau und Marcel Qualen im Offensivbereich nicht durchschlagskräftig genug sein würde. 25 erzielte Treffer bedeuten den zweitschlechtesten Liga-Wert. Während man vor eigenem Publikum in sechs Partien nur eine Pleite einstecken musste, gab es auf fremden Plätzen so gut wie nichts zu holen. In der Auswärtstabelle belegt der GSC deshalb einen Abstiegsplatz.

FSV Friedrichsholm

Der FSV sollte im ersten Jahr seiner Zugehörigkeit zur Kreisklasse A in der Lage sein, den Ligaverbleib zu schaffen. Eine durchwachsene Vorbereitung mit äußerst schwankender Trainingsbeteiligung könnte im Verlauf der Herbstserie die Ursache dafür gewesen sein, dass man zu viele leichte Fehler produzierte, mit denen man die Gegner zum Toreschießen einlud. Drei Partien blieb der Aufsteiger zum Auftakt ungeschlagen, ehe man beim 1:4 in Barkelsby und beim 3:5 gegen den SV Fleckeby erstmals seine Grenzen aufgezeigt bekam. Der anschließende Sieg bei Eckernförde IF (1:0) bewies jedoch, dass die Schützlinge von Berndt Gosch durchaus konkurrenzfähig sind. So steht mit Beginn der Winterpause eine fast ausgeglichene Bilanz mit einem, im Vergleich zu den stark abstiegsgefährdeten Teams, guten Torverhältnis (-2).

TuS Rotenhof II

Die Reserve des TuS bekam vom Spielplangestalter zum Saisonauftakt gleich die Topteams serviert. Die ernüchternde Bilanz gegen die SG BSV/EMTV, EIF und Wittensee: Keine Punkte und 2:14 Tore. So war man vom angestrebten Platz in der oberen Tabellenhälfte von Beginn an meilenweit entfernt. Es dauerte sogar bis zum siebten Spieltag, ehe der erste Dreier bejubelt werden konnte (5:2 gegen den OSV II). Erst zwei Siege in Folge gegen den FSV Friedrichsholm (4:2) und den SV Felm (5:2) verschaffte dem Team Luft im Abstiegskampf. Es könnte aber eine Zittersaison bis zum Saisonende werden, wenn die Elf weiterhin zu viele gute Einschussmöglichkeiten vergibt.


SV Holtsee

Die Holtseer haben sich einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel gesetzt. Davon ist die Mannschaft von Spielertrainer Jan Klokow augenblicklich weit entfernt. Bereits zum Saisonauftakt gab es nur einen Punkt aus fünf Spielen. Die Situation entspannte sich nicht nach dem Erfolg beim GSC II (5:1), weil man gegen die Abstiegskonkurrenten TSV Rieseby (2:3), den FC Fockbek (1:4) und auch den OSV II (2:3) komplett leer ausging. Die Frage nach der Qualität der Mannschaft musste zwangsläufig gestellt werden, auch wenn die sportlich Verantwortlichen aufgrund der vielen knappen Niederlagen zunächst eher von einer Ergebniskrise sprachen. Weil bis zur Winterpause jedoch nur noch ein Sieg gelang (1:0 über IF), bleibt die Lage mit elf Punkten äußerst kritisch.

Osdorfer SV II

Für den dritten Aufsteiger ging es vom ersten Tag an nur um den Erhalt der Klasse. Dieses Unterfangen entpuppt sich für das Team von Maik Lindner, trotz des guten, kameradschaftlichen Zusammenhalts, als überaus schwierige Mission. Keine Mannschaft hat weniger als 24 Treffer erzielt, die Hauptlast ruht zu sehr auf Torjäger-Routinier Daniel Drews (9). Der OSV II erhielt sich die Hoffnung auf den Ligaverbleib durch Siege gegen die unmittelbaren Konkurrenten SV Holtsee (3:2) und den FC Fockbek (5:1). Trotzdem: Der Aufsteiger wird vermutlich bis zum letzten Spieltag kämpfen müssen.

FC Fockbek

Der FC wurde vor der Saison von vielen Trainern als Mitfavorit gehandelt, während man nach den Enttäuschungen der letzten Jahre selbst kein Ziel mehr ausgeben wollte. Der Rolle als Meisterschaftsanwärter konnte das Team von Özkan Altin, von dem man sich im Laufe der Serie aus verschiedenen Gründen getrennt hat, auch aufgrund des personellen Aderlasses nie gerecht werden. Im Gegenteil: Nachdem der Aufstieg in die 1. Kreisliga immer wieder verpasst wurde, droht jetzt sogar der freie Fall in die B-Klasse. Insgesamt 61 Gegentreffer stehen für die schwächste Defensive der Liga. Zudem hat der FC die meisten Partien aller 15 Teams ausgetragen. Fraglich, ob ein Piet Schulz (bisher 9) am Ende reichen wird.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen