SV Eichede schmeißt den TSV Altenholz aus dem SHFV-Lotto-Pokal

Allein gegen drei: Nicht nur Kevin Link (M.) hatte einen schweren Stand.
1 von 2
Allein gegen drei: Nicht nur Kevin Link (M.) hatte einen schweren Stand.

shz.de von
20. Juli 2015, 12:18 Uhr

Und schon wieder ein 1:4! Genau dieses Ergebnis musste Trainer Ulf Ciechowski bei seinem Einstand auf der Trainerbank des Fußball-SH-Ligisten TSV Altenholz nach der Winterpause der Vorsaison beim SV Eichede einstecken. Diesmal trafen beide Teams im Viertelfinale des SHFV-Lotto-Pokals in Altenholz erneut aufeinander. Anderer Ort, anderer Termin, anderer Wettbewerb – aber doch wieder das gleiche Ergebnis.

Da im Altenholzer Stadion der Rollrasen noch Zeit zum Anwachsen benötigt, wurde das Pokal-Viertelfinale auf den Kunstrasenplatz verlegt, den bei idealen äußeren Bedingung knapp 100 Zuschauer säumten.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase und einem ersten Eichedeer Warnschuss von Arnold Lechler (3.) gingen die Gäste durch Ian Prescott Claus in Führung (10.). Der agile Angreifer, dessen Mitwirken erst kurz vor dem Anpfiff feststand, hatte sich nach einem kapitalen Schnitzer von Timo Bruns den Ball geschnappt und flach ins lange Ecke getroffen. Nach einer kurzen Schockphase fingen sich die Gastgeber danach wieder und kamen mit einem Dropkick von Lasse Jensen zum Ausgleich (22.). Dieser Treffer zeigte bei den Gästen Wirkung. Bis zum Pausenpfiff fanden sie keine richtige Bindung mehr zum Spiel und hatten Glück, nicht noch in Rückstand zu geraten, doch der ansonsten blasse, da kaum in Szene gesetzte, Jacob Urbat schloss aus 16 Metern zu überhastet ab, obwohl er noch einige Meter hätte laufen können (39.).

Nach dem Seitenwechsel spielte dann nur noch eine Mannschaft – der SV Eichede. Mit den Einwechslungen von Michael Löw und Nikita Bojarinow hatte SVE-Coach Oliver Zapel goldrichtig gelegen. Die Gäste gestatteten dem TSV in der zweiten Hälfte lediglich noch eine Chance durch Lasse Jensen, dessen Lupfer jedoch über das Tor ging (82.).

Nach dem nicht unhaltbar scheinenden 2:1 durch Eichedes Marco Schubring kam es in der 78. Minute zur Entscheidung: Nach Gelb-Rot gegen Altenholz’ Veton Hodaj verwandelte Claus den fälligen Strafstoß zum 3:1. In der Nachspielzeit erhöhte der eingewechselte Löw dann sogar noch auf 4:1. Wermutstropfen für die Gäste: Der starke Claus musste kurz vor Ende ausgewechselt werden, da seine alte Verletzung wieder aufgebrochen war.

„Wir waren zunächst froh, das 1:1 in die Pause gerettet zu haben“, gesteht Zapel. „Nach dem Wechsel standen wir deutlich besser und haben fast nichts mehr zugelassen. Schade für Ian Prescott, aber im Endeffekt hat er selbst schuld, so kurz vor Schluss, statt einfach zu passen oder abzuziehen, noch ein Kunststück zu wagen. Jetzt haben wir zwei Wochen Zeit, um ihn wieder fit zu bekommen.“

Der Altenholzer Coach Ulf Ciechowski erkennt die Niederlage an: „Aufgrund der zweiten Halbzeit geht der Eicheder Sieg in Ordnung, wenn er auch ein, zwei Tore zu hoch ist. Nach dem Ausgleich haben wir es verpasst, das zweite Tor nachzulegen. Insgesamt haben war unsere Fehlpassquote einfach zu hoch. Speziell in der zweiten Hälfte haben wir uns auch kaum zwingende Torchancen herausgespielt und zu viel mit langen Bällen agiert.“

TSV Altenholz: Özdemir – Camps, T. Ceynowa, Nissen, Hodaj – Link, Meshekrani (69. Wurr), Bruhn (57. Joswig), Bruns (65. Quegwer), Jensen – Urbat

SV Eichede: Berndt – Fischer, Maltzahn, Krajinovic, Marschner – Buttler (46. Bojarinow), Schubring, Oldag (46. Löw), Silva Monteiro – Lechler, Claus (84. Janelt)

SR: Christopher Horn (SSV Lunden)

Zuschauer: 91

Tore: 0:1 Claus (10.), 1:1 Jensen (22.), 1:2 Schubring (55.), 1:3 Claus (78.), 1:4 Löw (90.+2)

Gelb-Rot: Hodaj (wdh. Foul; 78.)

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen