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Eckernförder Zeitung

11. Dezember 2017 | 22:22 Uhr

Suhrbrook-Family diesmal gleich achtsprachig

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 09.Dez.2015 | 00:36 Uhr

Eckernförde | „Singen macht Spaß, singen tut gut, singen macht munter und singen macht Mut ...“ Mit diesem Lied eröffnete die Suhrbrook-Family am Nikolaus-Sonntag ihr Konzert in der Nicolai-Kirche. Beschwingt kamen die 21 Chormitglieder aus dem Turmcafé auf die Bühne und weiteten den Eröffnungssong zu einen 4-stimmigen Kanon aus.

Der Chorleiter Erhard Olhoff führte die mit etwa 100 Gästen gut besuchte Kirche fortan locker und unterhaltsam durch das Programm. Jeder Titel wurde angekündigt und mit der einen oder anderen kleinen Episode angereichert. Der Chorleiter machte keinen Hehl daraus, dass er seinen Chor vor nicht unerhebliche sprachliche Herausforderungen stelle – schließlich müsse er acht verschiedene Sprachen zu Gehör bringen.

Besonders habe es ihm die Musik aus Estland angetan. Die Esten seien ein sangesfreudiges Volk. Das sehr poetische Lied „Ta lendab mesipuu poole“, eine Art Nationalhymne, habe er schon mit 17  000 Sängern auf dem Sängerfest in Tallin vor 25  000 Zuhörern gesungen – ein beeindruckendes Erlebnis. Das Lied beschreibt die Bienen, die immer wieder treu zu ihrem eigenen Bienenstock zurückkehren, auch wenn der Weg und die Umstände beschwerlich sind. Die Bienen stehen dabei stellvertretend für das estnische Volk. Aber auch die 21 „Suhrbrooker“ fühlten sich in Sprache und Musik des Liedes ein und sorgten mit wechselnder Dynamik und Lautstärke für so manch eine Gänsehaut bei den Zuhörern.

Ganz neu im Programm war ein Choral aus der russisch-orthodoxen Kirche. Das Publikum erfuhr, dass die bekannte russische Frauenband „Pussy Riot“ für diesen Choral, den die Frauen mit einem regimekritischen Text versehen hatten, nach öffentlicher Aufführung verhaftet und ins Gefängnis gesteckt wurden.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war das Duo „The Lady Sings Love“. Volker Linde, ein virtuoser Gitarrist begleitete die nicht weniger begabte Sängerin Sigrid Lau.

Eine bunte Mischung von alten und neuen Stücken unter anderem von Tom Waits, Simon and Garfunkel und Leonard Cohen wurden ausdrucksstark und einfühlsam vorgetragen. Das Thema Liebe war der rote Faden im Programm von „The Lady sings Love“.

Bevor sich die Suhrbrook-Family so verabschiedete wie sie gekommen war, wurde die Zuhörerschaft mit dem Kanon „Chorsingen ist Diktatur“ vertraut gemacht. Ein Kanon, der bald 4-stimmig von 100 Menschen in der Kirche erklang und einen Eindruck vermittelte, wie viel Freude das gemeinsame Singen bringen kann.

Wieder einmal ein gelungenes Konzert der Suhrbrook-Family, das für viele anschließend mit einem Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt einen adventlichen Abschluss fand.


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