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Bundeskanzlerin besucht Eckernförde : Süße Kindheitserinnerung der Kanzlerin

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Wahlkampfauftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Eckernförde: Seenotretter, Bonbonkocherei und Kundgebung. 1700 Besucher kommen an die Hafenspitze.

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erstellt am 06.Mai.2017 | 06:10 Uhr

Eckernförde | Diesen Tag werden Christopher und Silvia Schütt nicht vergessen. Das junge Brautpaar kam gestern Nachmittag gerade vom Hochzeits-Foto-Shooting vom Strand und wollte sich in der Siegfried-Werft auf die abendliche Feier vorbereiten, als ihm unverhofft Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über den Weg lief. Die Kanzlerin stutzte kurz, ging dann spontan auf das ungläubig blickende Paar zu. „Das ist doch gestellt, oder?“, meinte Angela Merkel. War es aber nicht, purer Zufall. Und so kamen der gebürtige Eckernförder, der in Hamburg Rettungsingenieurswesen studiert, und seine Frau Silvia zu einem einzigartigen Hochzeitsfoto.

Die Kanzlerin war trotz der extremen Sicherheitsvorkehrungen sehr entspannt und den vielen Bürgern gegenüber zugewandt. Und so bekam auch Leslie (11) ihr Autogramm: Die Fünftklässlerin hatte sich mit ihrem Vater an der Holzbrücke postiert und wurde von einem Sicherheitsbeamten zur Kanzlerin gebracht, die Leslies Wunsch gerne nachkam. Zuvor hatte Merkel etwa zehn Minuten mit der Crew der Seenotretter in Eckernförde gesprochen und anschließend den Rettungskreuzer besichtigt, um dann über die Holzbrücke zur Bonbonkocherei von Hermann Hinrichs zu gehen. Immer wieder drängten sich die Menschen in die Nähe der von zahlreichen Sicherheitskräften geschützten Kanzlerin, und die gab sich sehr aufgeschlossen, hatte für alle ein freundliches Wort, gab Unterschriften sogar auf Unterarme und ließ sich bereitwillig und mit stets freundlicher Miene zusammen mit Kindern fotografieren. Auch das Saumagen-Angebot des aus der Pfalz stammenden Weinstubenbesitzers Uwe Römer nahm sie freundlich zur Kenntnis, Zeit zur Einkehr hatte sie nicht. Stattdessen gab’s saure und süße Kost bei Hermann Hinrichs und Heike Herbst in der Bonbonkocherei in der Frau-Clara-Straße. Angela Merkel ließ sich die frisch aus der Walze gekommenen Zitronenbonbons und Zartbittertäfelchen nebenan in der Schokoladenproduktion schmecken und staunte über die Handwerkskunst und den Unternehmergeist.

Die 400 Meter zur Hafenspitze legte die Kanzlerin aus Sicherheitsgründen im Fahrzeugkonvoi zurück. Mit im Wagen der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Daniel Günther, der die von der Polizei geschätzten 1700 Kundgebungsteilnehmer begrüßte. G 9, die Stärkung auch aller anderen Schulabschlüsse, mehr Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur, größere Abstände der Windräder zu Wohngebieten und der Erhalt der Geburtshilfe und Kinderstation in Eckernförde waren Günthers Themen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich vom Besuch der Seenotretter und Bonbonkocherei, in der „mein Kinderherz wieder erwacht ist“, nachhaltig beeindruckt. Ziel der Politik sei es, die Menschen so zu unterstützen, dass sie ihre Vorstellungen eines erfüllten Lebens auch umsetzen können. Merkel ging in ihrer knapp halbstündigen Rede auf Themen wie Wirtschaftsförderung, die Bedeutung des Straßenbaus wie der in Schleswig-Holstein ins Stocken geratenen A 20, die Stärkung der Kommunen, den Breitbandausbau, Bildungs- und Flüchtlingspolitik sowie Innere Sicherheit ein. Der, der das am besten in Schleswig-Holstein umsetzen könne, sei Daniel Günther, sagte Merkel. Am Ende gab es stehenden Applaus.

Bundestagsabgeordneter Johann Wadephul dankte Merkel für die Zeit in Eckernförde. „Sie sind die internationale Führerin, darauf sind wir Deutschen stolz“. Nach der gemeinsam gesungenen Nationalhymne endete der Auftritt der Kanzlerin bei zwar kühlem, aber durchweg trockenem Wetter.

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