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Stürmisches Johnny Cash Revival mit den „Cashbags“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Robert Tyson und die Tribute-Band schlüpfen in die Rollen der US-Country-Legende und seiner Band

Die Legende lebt! Die achtköpfige Tributeband „The Cashbags“ aus Dresden füllte am Sonntagabend die Stadthalle. Der Saal war ausverkauft. Die Cash-Fans waren gespannt und waren mit hohen Erwartungen in die Stadthalle gekommen – nach dem stürmischen Beifall zwischendurch und vor allem zum Ende zu urteilen, wurden alle Erwartungen erfüllt: „The Cashbags“ überzeugten mit Qualität und waren verblüffend nah am Original. Nicht umsonst gelten sie als beste deutsche Tribute-Band und sind seit 2008 in ganz Europa erfolgreich unterwegs. Das Erbe des „Man in Black“ lebt in dieser famosen Band weiter.

Am 26. Februar wäre Johnny Cash 84 Jahre alt geworden. Seinen Geburtstag nehmen die Cashbags jedes Jahr aufs Neue zum Anlass, den Großmeister der Countrymusic zu feiern – mit seiner so unverwechselbaren Musik, mit seinen Liedern, mit ungewöhnlichen, oft sehr sensiblen Texten, mit seinen Geschichten. Da ist nicht nur der US-Frontmann Robert Tyson ganz in Schwarz als Abbild des „Man in Black“, es ist vor allem sein grummelnder Bassbariton, mit dem er die Stimmlage von Johnny Cash exakt trifft. Authentisch: Gemeinsam mit seiner Band, den drei Background-Sängerinnen und Ehefrau June lässt er Johnny Cash wieder auferstehen.

Die ersten Takte – und schon ist das Publikum im Film. Es wird mitgeklatscht, gejubelt und gepfiffen bei den großen Rennern, Cash-Erfolgen wie „Walk The Line“, „Ghost Riders in the Sky“ oder „Honey don’t“, „A Boy named Sue“, „Ring of Fire“. Der Rhythmus reißt mit, alle sind angesteckt und schier aus dem Häuschen. Mit Carl Perkins (Stephan Ckoehler ) in Rock’n Roll- Outfit, weißer Gitarre und „Blue suede shoes“ gibt‘s noch eins drauf. Aber auch die leiseren Töne, Nachdenkliches findet den Weg in Ohr und Herz, gefolgt von bewundernder Hingabe an Aussage und Sound: „Don’t take your Guns to Town“, „Folsom Prison Blues“ oder „25 Minutes to go“. Andächtiges Schweigen im Saal.

Robert Tyson holte Johnny Cash auf die Bühne - sogar mit „authentischer“ Dreiergruppe, einer musikalischen Präsentation der „American Recordings“. Sie führten vor, wie sich der Cash-Sound wohl 1959 anhörte – so ganz ohne Verstärker. Heiterkeit im Saal.

Johnny Cash (1932-2003), unvergessen unter anderem mit legendären Konzerten in den Gefängnissen von Folsom und St. Quentins am Ende der 1960er Jahre, war und bleibt unverwechselbar. Er schrieb rund 500 Songs, verkaufte 50 Millionen Tonträger, bekam 13 Grammy Awards – ist weltweit bekannt, bewundert, geliebt. Seine Songs handeln vor allem von Gefängnissen, Liebe und „unbelievable sorrow“. Daneben mag er Dampfloks, und - er liebt seine Frau June. Valeska Kuhnert schlüpfte in ihre Rolle, schwenkte feminin den Rock, sang hinreißend, provozierte neckisch „ihren Mann“.

Zum Ende der ganz große Applaus für alle: Es war eine runde Sache, überzeugend in Qualität und Anspruch, die pure Freude für alle, die dabei waren.





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