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Fritz-reuter-schule : Strickend der Mensa entgegen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Fritz-Reuter-Schule stellt ihr neues Ganztagesprogramm vor: Die Schüler der Ganztagsschule können aus 25 Nachmittagsangeboten auswählen. Derweil wird dem Neubau einer Mensa Ende 2014 entgegengefiebert.

Essen in einer Mensa, die eigentlich keine ist – die Fritz-Reuter-Schule kennt dieses Problem nur zu gut. Seit vier Jahren ist sie eine gebundene Ganztagsschule, doch noch immer muss das Mittagessen in den alten Computerräumen eingenommen werden.

895 Gerichte kommen in der Woche zusammen, ausgelegt ist die vorläufige Mensa aber nur für zirka 60 Essen am Tag. Damit trotzdem alle versorgt werden können, wird in fünf Schichten gearbeitet. Jedes Kind bekommt mit seiner Essensmarke genau mitgeteilt, wann es zu Tisch gehen darf. „Man muss teilweise immer wieder nachhaken, ob das Kind auch schon wirklich dran ist“, erklärt Lehrerin Berit Pientka, die zusammen mit Sabine Herrmann für das Nachmittagsangebot der Schule zuständig ist. Die Mitarbeiter der Mensa seien dabei eine große Hilfe. „Es wird allerhöchste Zeit, dass die Mensa gebaut wird“, so Pientka. Nach langem Warten soll es Ende 2014 losgehen.

Noch ein weiteres Jahr hätte die Schule nicht auf den Speisesaal warten können, so Herrmann. „Es kann nicht sein, dass manche Kinder erst um zwei was zu essen bekommen“. Das wäre der Fall, wenn man auf Grund der steigenden Schülerzahl noch eine Schicht mehr einführen müsste.

Ist das Mittagessen eingenommen, geht es in den Unterricht oder zu einem der insgesamt 25 Projekten bis 15 oder 16 Uhr. „Das findet im Wechsel statt – zweimal Unterricht und zweimal Projekte“, erklärt Pientka. Die 9. und 10. Klassen hätten die Möglichkeit, viermal die Woche an Projekten teilzunehmen, genau wie die Grundschüler, denn für sie gelte die gebundene Ganztagsschule nicht. „Es ist aber erstaunlich, wie viele Erstklässler das Angebot bereits in Anspruch nehmen.“ Obwohl sie noch nicht so lange die Schule besuchen würden, seien sie mit Eifer dabei. „Das ist auch das Gute an einer Ganztagsschule: Die Schüler müssen lernen, sich für etwas zu verpflichten und auch dabei zu bleiben.“

Während die Unterrichte am Nachmittag vorgegeben sind, können die Schüler die Projekte selbst auswählen. Mit der Auswahl verpflichten sie sich dann für das nächste halbe Schuljahr zur Teilnahme. „Wir haben ein breitgefächertes Angebot an Projekten, die immer wieder durch neue ergänzt werden“, erklärt Pientka.

Am beliebtesten sei in diesem Schuljahr der Kurs „Teddybären und mehr nähen“. Hier lernen die Kinder den Umgang mit der Nähmaschine, und am Ende halten sie ihr eigenes, genähtes Kuscheltier in der Hand. „Für den Kurs hatten wir 40 Anmeldungen“, erzählt die Koordinatoren der Grundschule.

Auch das Projekt „Modellbau Auto“ komme sehr gut bei den Schülern an. Hier werde ein ferngesteuertes Auto gebaut, das anschließend in einem Rennparcours seine Runde drehen kann.

Runden drehen können die Kinder auch bei dem Projekt „Segeln“. Auf dem Boot „Team 8“ lernen die Kinder theoretische und praktische Kenntnisse im Bereich des beliebten Wassersports.

Für Kinder, die lieber toben und spielen, gibt es unter anderem den Kurs „Lachen, Spiel und Spaß“. Hier werden Spielplätze aufgesucht, Spiele gespielt und noch einiges mehr.

Betreut werden alle Kurse durch Honorarkräfte, die auch mal bei der Beaufsichtigung in den Pausen einspringen. „Ohne diesen verlässlichen Stab von Anbietern wäre die Ganztagsschule gar nicht möglich, wir sind sehr dankbar für die Unterstützung“, so Sabine Herrmann.

 

 

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erstellt am 03.Sep.2013 | 06:00 Uhr

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