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Eckernförder Zeitung

23. November 2017 | 10:36 Uhr

Übung : Stresstest für den Digitalfunk

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Stille Einsatzübung von vier Feuerwehren an der Schule Mittelschwansen in Waabs

von
erstellt am 16.Sep.2017 | 06:07 Uhr

Waabs | Ein Blitzeinschlag in die Schule Mittelschwansen, der einen Brand während der Schulzeit auslöst – dieses Szenario erwartete die rund 70 Einsatzkräfte von vier Freiwilligen Feuerwehren bei einer stillen Übung am Donnerstagabend in Kleinwaabs.

Anders als bei Alarmübungen wussten die beteiligten Wehren aus Schuby, Damp-Dorotheenthal, Waabs und Loose, die Söby-Holzdorfer waren verhindert, dass sie ihr Können üben sollen. Was genau, das erfuhren sie aber erst, als sie bei der Grundschule eintrafen. Das Szenario hatten der Waabser Wehrführer Nis Juhl und sein Kollege Michael Leckband von der Freiwilligen Feuerwehr Damp ausgearbeitet. Ihnen war es wichtig, dass die beteiligten Wehren die neuen Möglichkeiten des Digitalfunks ausprobieren können. Dieser war im Frühjahr bei den Wehren im Amt Schlei-Ostsee eingerichtet worden. „Uns ist wichtig, dass die Kameraden ohne Hektik üben können“, sagte Nis Juhl. Dafür waren zwei Einsatzleitwagen (ELW) vor Ort. Im einen wurde die Leitstelle in Kiel simuliert, im zweiten Wagen war die Einsatzleitung untergebracht. Mit ihr übte Amtswehrführer Jens Reinhold die Einsatzleitung aus. Über die ELW wurden die Funkverbindungen zu den einzelnen Abschnitten, auch auf verschiedenen Bändern, aufgebaut und koordiniert.

Das zweite große Thema war der Einsatz der Atemschutzgeräteträger. „Atemschutz kann man immer üben und ist jederzeit ein Thema“, so Juhl weiter. Und so galt es für die Atemschutztrupps, von mehreren Seiten in die Schule vorzurücken. Ihre Aufgabe war die Suche nach fünf noch von den Lehrern vermissten Schülern. Beim Durchzählen der aus der Schule zu den Sammelplätzen geführten Kinder fehlten welche. In der mit Disko-Qualm verqualmten Schule arbeiteten sich die Helfer vor. Am Ende wurden die fünf Schüler, dargestellt von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr Waabs, gerettet, wie Juhl mitteilte.

„Ein Albtraum, wenn so etwas real passieren würde“, sagte Sven Soll. Der Hausmeister der Schule beobachtete den Einsatz und war wie Schulleiterin Sabine Medler froh, dass die Wehren das Szenario übten. „Es ist gut, wenn die Feuerwehrleute sich in der Schule auskennen“, sagte Medler Freitag früh. Die Schule selber übt in regelmäßigen Abständen den Feueralarm. „Und das klappt immer sehr gut“, wie Soll berichtete.

Mit den Ergebnissen der Übung waren Leckband und Juhl sehr zufrieden. So konnten sie beobachten, dass die Kameraden eifrig den neuen Digitalfunk nutzten und so Praxisübung erhielten. „Es hat allen Spaß gemacht“, so Juhl, nun müsse man schauen, ob die Amtswehrführung diese Art von Übung aufgreift.

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