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Weihnachtsmarkt : Streichelesel und Lichtermädchen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Eckernförder Weihnachtsmarkt punktet mit seiner gemütlichen Größe und dem Angebot für Kinder.

Eckernförde | „Die Mädchen haben trotz Wind und Wetter wunderschön gesungen“, sagte die Chorleiterin und Musiklehrerin an der Jes-Kruse-Skole Sabrina Lindahl (36) am Sonntagabend. „Die Kälte, das Kopfsteinpflaster und die vielen Menschen haben ihnen nichts ausgemacht. Im Gegenteil: Sie sind sehr stolz und freuen sich dabei zu sein.“ Soeben hatten ihre neun Chor-Mädchen den Santa-Lucia-Umzug erfolgreich beendet und den stolzen Eltern ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert.

Die „Lichtermädchen“ gingen angeführt von der „Lucia-Braut“ in weißen Gewändern singend vom Rathausmarkt über den Weihnachtsmarkt und gaben am Ende eine kleine Zugabe vor den Türen des alten Rathauses. Der traditionelle Umzug zu Ehren der Heiligen Lucia, die der Geschichte nach Gott dabei unterstützt haben soll, den Armen und Kranken zu helfen, findet bereits im vierten Jahr statt.

Auf wenigen anderen Weihnachtsmärkten hätten die Mädchen sich in der Menschenmenge so gut einen Weg bahnen können. Der beschauliche Eckernförder Weihnachtsmarkt bot dagegen eine ruhige Atmosphäre, in der ihre zarten Stimmen Gehör fanden. Die einen empfinden die kleine Größe als nicht ausreichend, wieder andere lädt der Markt gerade deswegen zum Schlendern ein. Fakt ist: Man muss sich nicht von der Menge durch enge Gassen schieben lassen. Der Region werden auf kleiner Fläche in 21 Buden Kulinarisches und Selbstgemachtes geboten. Die Stände sind schnell erkundet. Sowohl bei weihnachtlichem Gebäck, Süßigkeiten und Kinderpunsch, als auch bei Bratwurst und Glühwein kann man mit besinnlichem Flair die Adventszeit genießen. Jeden Dienstag lockt der Markt mit Schaukochen. Chöre, Orchester und Bands geben samstags kleine Konzerte.

Wohin man schaut: Eine Vielzahl von Kindern. Von der Vereinigung der Weihnachtsmänner 2013 als „Weihnachtsmarkt mit dem besten Kinder- und Familienprogramm“ ausgezeichnet, macht er diesem Jahr seinem Namen alle Ehre. So wird montags ein weihnachtliches Kasperletheater aufgeführt und sonntags Ponyreiten angeboten. Auch der Sternchenzauberer und die Streicheleselin Sultan werden in Eckernförde begrüßt. Der Besuch des Weihnachtsmanns ist für Samstag angekündigt. Die Gastronomen auf dem Weihnachtsmarkt rund um die St.-Nicolai- Kirche haben täglich von 11 bis 22 Uhr geöffnet. Von 12 bis 20 Uhr besteht die Möglichkeit, das ein oder andere Selbstgemachte oder Geschenk zu kaufen. An den Weihnachtsfeiertagen bleibt der Markt geschlossen und wird dann bis zum 31. Dezember als Silvestermarkt fortgeführt.

„Von allem etwas, aber er könnte ein wenig größer sein“



„Der Markt ist klein und schnuckelig. Es kommt richtig Weihnachtsstimmung auf“, findet Christian, und Amelie pflichtet ihm bei: „Er ist gemütlich und sehr abwechslungsreich.“ Heißen Glühwein, Punsch und Bratwurst bekommt man bei Günter Heyn: „Der Verkauf lief erst schleppend an. Die Kälte und der Schnee fehlen. Mittlerweile verzeichnen wir stark besuchte Wochenenden. Die Leute kommen oft nach der Arbeit oder während ihrer Weihnachtsfeiern her.“ Kristina Bartholemy, Karl Fiete (7 Monate)und Freundin Svenja Beygang aus Barkelsby verbringen hier gerne den Abend mit Freunden. Man treffe immer spontan jemanden, den man kennt, und verbringt den Abend in netter Runde. Bartholemy: „Von allem ist etwas dabei, aber es könnte ein wenig größer sein und vielleicht mehr Handgemachtes geboten werden.“ Beygang: „Für „eben mal schnell“ auf den Weihnachtsmarkt ist Kiel einfach zu weit. Dieser Markt hier ist klein und gemütlich. Man verbringt hier gerne den Abend.“ Wolfgang Brassat aus Loose verkauft Trüffeln und hausgemachtes Gebäck. „Meine Frau Brigitte backt und kreiert, ich darf probieren und verkaufen. Dieses Jahr herrscht angenehmes Wetter, das macht sich im Umsatz bemerkbar.“ Die Trüffeln aus Loose werden auch einmal in der Woche in der Rehaklinik in Damp verkauft.

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