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Empfang : Straßenausbau belastet Dorfgemeinschaft

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Neujahrsempfang der Initiative Bürger für die Gemeinde Holzdorf

von
erstellt am 10.Jan.2016 | 18:28 Uhr

Holzdorf | Die Stimmung in Holzdorf ist durchwachsen, stellte Günter Koch, Vorsitzender der Initiative „Bürger für die Gemeinde Holzdorf“ gestern beim Neujahrsempfang im Phonomuseum Seeholz fest. Vermutlich sei das auch ein Grund, warum weniger Besucher als in den Vorjahren der Einladung gefolgt seien. Die Bürger der Gemeinde bewegten vor allem zwei Sachen – Straßenausbau und Windkraftanlagenbau.

Während es in Sachen Windkraft derzeit aufgrund der Veränderungssperre des Landes recht ruhig sei, sei die Unzufriedenheit mit dem von der Gemeindevertretung (alles Mitglieder der Initiative) beschlossenen Ausbaus der Straße Neuseeholz spürbar, so Koch. „Der Ausbau spaltet“, dabei stehe die Gemeindevertretung vor dem Dilemma, dass sie einerseits verantwortlich sei für intakte Gemeindestraßen, in die eben auch baulich investiert werden müsste, und andererseits verpflichtet sei, die Bürger und Anlieger auf Grund der Gesetzeslage an den Kosten zu beteiligen, so Koch. Entscheidungen zu finden sei schwer für ehrenamtliche Kommunalpolitiker, daher müssten sie sich auf Gutachten und Aussagen von Fachleuten hinsichtlich des aktuellen Zustands der Straße verlassen. „Ich fürchte, am Ausbau geht kein Weg vorbei“, so Günter Koch, auch wenn einige Mitglieder schon gedroht hätten, sie würden aus der Initiative austreten, weil sie unzufrieden seien. Am Ende sei für diese Entscheidungen aber die Gemeindevertretung verantwortlich, so Koch.

Hinsichtlich der Windkraft herrsche derzeit Ruhe, wobei Koch auf das Ergebnis des Bürgerentscheids verwies, wonach die Windkraftanlagen eine maximale Höhe von 100 Meter haben sollen. Da müsse man schauen, wie in Zukunft damit umgegangen werde, so der Vorsitzende der „Bürger für die Gemeinde Holzdorf“.

Die Verantwortung der Initiative als derzeit einzige politische Kraft in den Gemeindegremien sei groß, so Koch. Daher bemühe man sich auch, die Bürger immer gut zu informieren. Die Rahmenbedingungen, die Land und Kreis vor allem in Haushaltsfragen vorgäben, ermöglichten den örtlich Handelnden allerdings nur wenig Spielraum, so Koch. Er habe das Gefühl, dass bei den Bürgern inzwischen eine gewisse Ernüchterung einsetze.

In diesem Jahr möchte die Initiative, die am 12.12.12 gegründet wurde, ihre Bemühungen fortsetzen, um einen Gemeindetreff einzurichten. Erste Versuche zeigten jedoch schnell, dass es aufgrund der großen Gemeindefläche und den drei räumlich von einander getrennten Ortsteilen Holzdorf, Seeholz und Söby, schwer werde, räumte Koch ein.

In seinen Grußworten dankte Koch Familie Pokrant für die Bereitstellung des Phonomuseums für den Empfang. Es sei immer wieder interessant sich umzuschauen.

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