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Gestaltungsbeirat : Strandhotel noch nicht ganz auf Linie

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Gestaltungsbeirat lobt Fortschritte, sieht aber noch Änderungsbedarf in der Fassadengestaltung des künftigen Mango’s Strandhotel. Der Architekt soll in drei Wochen eine überarbeitete Planung vorlegen.

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erstellt am 26.Feb.2016 | 06:44 Uhr

Eckernförde | Der Hotelneubau auf dem Exer ist eines der großen Themen in der Stadt. Kommt es oder kommt es nicht? Diese Frage ist derzeit nicht zu beantworten. Es gibt zumindest drei planende Interessenten. Ziemlich sicher ist jedoch, das im Zipfel zwischen Berliner Straße / B 76 und der Bahnlinie ein neues Hotel gebaut wird. Das Hotel Mangos. Bauherrin Claudia Franz möchte dort auf drei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss 34 Zimmer mit Balkonen anbieten, die alle Seeblick haben. Viel Platz ist auf dem Gelände zwar nicht, doch Architekt Stefan Rimpf hat dem Bauamt und dem Planungs- und Gestaltungsbeirat am Mittwochabend einen Entwurf für das „Mango’s Strandhotel“ vorgelegt, der zwar noch als verbesserungswürdig ist, aber gleichwohl als Planungsgrundlage weiterverfolgt und in der nächsten Gestaltungsbeiratssitzung am 16. März (16.30 Uhr, Ratssaal) erneut Gegenstand der Beratung werden soll. Bis dahin ist Zeit, die kritisch-konstruktiven Anmerkungen der fünf Fachleute insbesondere zur „verschlossen“ wirkenden westlichen Eingangsfassade in die Pläne einzuarbeiten.

Der Architekt erschien mit aktualisierten Plänen zur öffentlichen Sitzung. Die kannten noch nicht einmal die Mitglieder des Gestaltungsbeirats, sie stellten aber eine Verbesserung gegenüber den Ursprungsplänen dar, wie die Mitglieder betonten. Dazu zählte beispielsweise das deutlich um etwa 50 Zentimeter zurückgesetzte Staffelgeschoss, die dunkle Abhebung gegenüber dem sehr hellen Klinker der Fassade sowie die Überplanung der seeseitigen Fassade hinsichtlich der Beiratsforderung „ein Zimmer, ein Fenster, ein Balkon“.

Das 4. Geschoss entspricht zwar nicht den Vorstellungen des Beirats („Das Staffelgeschoss ist ein Geschoss zuviel“), bei entsprechender sensibler Gestaltung als Staffelgeschoss dürfte dies aber kein unüberwindliches Hindernis für ihn sein. Die Bauherrin, so Architekt Rimpf, bestehe aus wirtschaftlichen Gründen auf vier Etagen. Im Übrigen korrespondiere die Höhe mit der des historischen Hotels „Seegarten“ direkt daneben.

„Der Standort ist der richtige“, sagte der Beiratsvorsitzende Helmut Riemann. Er appellierte an die Eigentümer und den Architekten, auf die Gestaltungswünsche einzugehen. So solle der „Zwickel“ zwischen Bahn und B 76 möglichst kein Parkplatz werden, eine „Bänderung“ die Fassade des gesamten Gebäudes optisch aufwerten und gliedern, die Fensterproportionen noch einmal besser aufeinander abgestimmt und die schmale Südfassade noch einmal überarbeitet und gegebenenfalls von Vordächern und Balkonen befreit werden.

Ganz entscheidend ist für den Beirat die Überarbeitung der westlichen Eingangsfassade zur B 76. „Die wirkt unglaublich verschlossen, da muss noch einiges passieren“, sagte Fredo Wiescholek. Der Eindruck der Klinkerfassade sei zu massiv, die Fenster zu klein. Eine Bebauung an dieser markanten Stelle sei sehr wichtig für die Stadt, entsprechend hoch müsse die Qualität des Gebäudes sein, damit die Leute sagen können: „Das ist es jetzt!“ Noch habe er nicht den Eindruck, dass dies der Fall sei. „Da müssen Sie noch mal ran“, sagte Wiescholek an die Adresse Rimpfs. „Wir wünschen uns ein tolles Ergebnis hinsichtlich der Architektur, einer ausgewogenen Fassade und als Eingangssituation im Zusammenhang mit dem Altbau.“ Sein Kollege Rainer Steffens sah die Sache etwas entspannter: „Wir sind auf einem guten Weg, es gibt kleine Defizite, aber der Entwurf ist wesentlich besser als der ursprüngliche.“

In seinem Schlusswort bezeichnete Vorsitzender Riemann das Projekt als „wichtig für uns und für Eckernförde“. Es müsse bis zur nächsten Sitzung am 16. März nochmal im Sinne der kritischen Hinweise „durchgearbeitet werden, damit wir auch ruhig schlafen können“.

Nach Auskunft der Bauherrin ist der Baubeginn im Spätsommer / Frühherbst 2016 und die Fertigstellung für das Frühjahr 2017 geplant.

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