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Coastal Clean Up Day : Strandfunde: Schüler sammeln 146 Kilo Müll

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

150 Schüler haben beim nachträglichen „Coastal Clean Up Day“ den Kurstrand aufgeräumt.

shz.de von
erstellt am 06.Okt.2017 | 06:03 Uhr

Eckernförde | Nicht einmal drei Stunden waren die Schüler am Freitag unterwegs und haben doch 146 Kilogramm Müll am Strand zwischen Ostsee Info-Center und Hundestrand gesammelt. „Erstaunlich“, sagte Jan-Niklas Bente von der Eckernförde Touristik und Marketing Gesellschaft (ETMG). „Dabei reinigen wir den Strand so oft.“

Rund 150 Kinder von vier Eckernförder Schulen haben ihren eigenen „Coastal Clean Up Day“ gehabt. Normalerweise räumen drei Wochen früher weltweit Freiwillige an diesem Tag ihre Küstenabschnitte auf, werten den Müll aus, wiegen und entsorgen ihn. Die Daten werden an die US-Umweltorganisation „Ocean Conservancy“ gesendet, die mit ihrer Hilfe ein globales Bild der Meeresverschmutzung und ihrer Entwicklung zeichnen kann. Doch wegen eines Fischsterbens aufgrund von Sauerstoffmangel war der Strand in Eckernförde von toten Fischen übersät, weshalb die ETMG als Hauptorganisator die Veranstaltung verschob. Von den ursprünglich 300 angemeldeten Schülern blieben somit nur noch 150 übrig.

„Es geht darum, gerade den jungen Menschen die Problematik des Kunststoffmülls in den Ozeanen zu vermitteln“, sagt Hans Reimer Witt vom Bundesverband Meeresmüll. Auf das Hinwirken des Verbandes findet der Coastal Clean Up Day in dieser Größenordnung erstmals in Eckernförde statt.

Dass das funktioniert hat, beweist zum Beispiel Florian Sick (15) von der Schule am Noor. „Die Aktion ist in Ordnung. Schildkröten können sich in dem Müll verfangen und sterben. Fische können das Plastik fressen, und durch die Nahrungskette landet es in unseren Mägen.“ Auch Josy Wittorf (9) von der Fritz-Reuter-Schule denkt an das Wohl der Tiere, während Vincent Oesterle von der Schule am Noor einen weiteren Grund nennt: „Ich will ja auch eine saubere Umwelt haben.“

Der 18-Jährige hatte den ungewöhnlichsten Fund: Eine leere Taucherflasche lag im Gebüsch der Strandpromenade, daneben eine Schwimmflosse. Die größte Gruppe an Müll mit insgesamt 15 Kilogramm bildeten an allen von der ETMG aufgebauten Stationen die Zigarettenstummel. Kleinere Plastikteile machten schon rund 30 Kilogramm aus. Und das, obwohl in den vergangenen Monaten auch schon die Schüler der Gorch-Fock-Schule, Mitglieder des Nabu und die Mitarbeiter der ETMG den Kurstrand gereinigt haben.

Entsorgt wurde der Müll schließlich von der AWR, die sich mit personeller Unterstützung, Handschuhen, Mülltüten und Greifern an der Aktion beteiligte. „Wir wollen Umweltbildung so früh wie möglich betreiben“, sagt Dörte Lienau von der AWR. „Es geht um Müllvermeidung und einen ressourcenschonenden Umgang.“ Im kommenden Jahr soll die Aktion wiederholt werden.

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