Kulturforum Strande : Strande – Marke mit besonderem Stellenwert

Wollen mehr Kultur nach Strande bringen: 17 Mitglieder kamen zur ersten ordentlichen Mitgliederversammlung des Kulturforums.
Wollen mehr Kultur nach Strande bringen: 17 Mitglieder kamen zur ersten ordentlichen Mitgliederversammlung des Kulturforums.

Neuer Verein hält erste Mitgliederversammlung ab / Zahlreiche Ideen vorgestellt

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13. Mai 2015, 06:02 Uhr

Strande | Jahresversammlungen gehören für Vereine zur alljährlichen Routine. Für das Kulturforum Strande war die erste ordentliche Mitgliederversammlung am Montagabend eine Premiere. Das Forum hatte sich im Juni 2014 gegründet, Anlass war die Diskussion um die Ausgestaltung des Hafenfestes, das in diesem Jahr erstmals ausfällt (wir berichteten). Ziel ist es, Diskussionen anzustoßen, kulturelle Veranstaltungen zu fördern und zu initiieren und sich mit Strandes Geschichte zu befassen.

„Wir sind keine Veranstaltungsagentur, sondern wollen den Dialog“, sagte Professor Gerd Schneider, Vorsitzender. In seinem Tätigkeitsbericht erwähnte er neben den anfänglichen Formalitäten wie die Erstellung einer Satzung, Vereinsregistereintrag und Kontoeröffnung auch die Mitgliederwerbung. Von ursprünglich elf Gründungsmitgliedern ist die Zahl auf mittlerweile 30 angewachsen, wobei laut Schneider „die Spitze noch nicht erreicht ist“. Die Vorstellung des Vereins bei den Gastronomen, die in die Aktivitäten des Forums mit eingebunden werden sollen, erwähnte Schriftführer Dr. Werner Helten und betonte, dass man auf überwiegend positive Resonanz gestoßen sei. Dr. Sigmar Biernath-Wüpping, zuständig für die Finanzen, stellte schmunzelnd fest, dass es bis zum Jahresende 2014 „immerhin zwei Buchungsvorgänge auf dem Vereinskonto gegeben habe“. Dementsprechend kurz fiel auch sein Bericht aus. Nach Entlastung von Kassenwart und Vorstand wurden erste Projektideen vorgestellt: Von Strande „Kultinarisch“ unter dem Motto „Essen und Trinken mit Kultur“, das im Winterhalbjahr stattfinden soll, über Lesungen in den Gastronomiebetrieben, einen Vortrag über lokale Fischarten oder ein öffentliches Bücherregal in den Räumen beim Hafenmeister bis hin zu Geschichtlichem wie Vorträgen über die Kapitulation vor Bülk im „Großen Nordischen Krieg“ oder die Erkundung der Geschichte von Gut Eckhof, dem Ursprung der Gemeinde. Und zur Eröffnung der neu gestalteten Promenade ist eine Gemeinschaftsausstellung Strander Künstler geplant.

Bei der anschließenden Diskussion kamen auch aus den Reihen der Mitglieder weitere Vorschläge wie Strander Kulturtage mit Kunst und Musik, ein schwedischer Abend zur Mittsommernacht, eine Skulptur für die Promenade oder die Einbindung von Flüchtlingen in das kulturelle Angebot, beispielsweise durch ein internationales Café. Schneider verwies darauf, dass man klein und bescheiden anfangen und sich aus der Resonanz weiterentwickeln wolle. Die Voraussetzungen für die Arbeit bezeichnete er angesichts „eines dynamischen Bürgermeisters, einer guten Gemeindevertretung sowie einer attraktiven Gemeinde“ als sehr gut. „Strande ist eine Marke mit besonderem Stellenwert, die nicht verramscht werden soll“, so Schneider.

Zum Schluss der Versammlung wurden Siegfried und Sabine Rieck, Hans Roos, Hans Scherer und Thomas Behrenbruch als erste Projektbeauftragte benannt. Über die Internetseite sind Bürger eingeladen, sich zu beteiligen.

> www.kulturforum-strande.de


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