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Eckernförder Zeitung

22. Oktober 2017 | 07:14 Uhr

Rettungsschwimmer : Strand wieder bewacht

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Touristinfo und Gemeinde Brodersby können kurzfristig Rettungsschwimmer gewinnen.

von
erstellt am 28.Jun.2016 | 06:56 Uhr

Brodersby (Schwansen) | Touristikerin Johanne Gaipl und Brodersbys Bürgermeister Christian Schlömer können aufatmen. Über den Zentralen Wasserrettungsdienst Küste der DLRG bekam Gaipel gestern Verstärkung zugesagt. So werden ab heute zwei Rettungsschwimmer aus St. Peter Ording und ein dritter Retter den Strand in Schönhagen bewachen und den DLRG-Turm besetzen. Das Badeverbot, das das Amt Schlei-Ostsee am Freitag ausgesprochen hatte (wir berichteten), komme dann nicht mehr zum Zug, wenn der Wachturm während der Zeit von 9 bis 18 Uhr besetzt sei, erklärt Ordnungsamtsleiter René Kinza auf EZ-Nachfrage.

Das doch recht kühle und wenig sonnige Wetter der letzten Tage spielte der Touristinfo Schönhagen ausnahmsweise einmal in die Karten. „Beschwerden von Badegästen zum Badeverbot haben wir bislang kaum gehabt“, sagt Gaipl, Leiterin der Touristinfo Schönhagen der Glücksburg Consulting (GLC). Der Strand sei einfach wenig besucht, es sei einfach kein ideales Badewetter, sagt sie. Wer baden wollte, konnte dies auf eigenes Risiko. „Jetzt sind wir erleichtert“, sagen Gaipl und Schlömer.

Mit der Zusage der Helfer zahlt sich die Bemühung der Touristikerin aus, die alle Hebel in Gang setzte, um Rettungsschwimmer für eine Lücke bis zum 9. Juli zu bekommen. Hatte die zentrale Vergabestelle der DLRG bislang keine Rettungsschwimmer zur Verfügung gehabt, so gelang das jetzt. Genau so überraschend wie ehrenamtliche Rettungsschwimmer absagen würden, so würden sie auch ihre Hilfe anbieten. Ab dem 9. Juli haben die Schönhagener bereits die Zusage für vier Rettungsschwimmer, damit der Strand bewacht wird.

Auch Bürgermeister Schlömer ist erleichtert. Die Verhängung des Badeverbotes für den Strand von Schönhagen sei schon sehr drastisch gewesen,aber es diene ja der Sicherheit. Zugleich meldet sich bei Schlömer die Stadt Kappeln, die mit Brodersby gemeinsam die DLRG-Strandbewachung am Weidefelder Strand und Schönhagen koordiniert. Es sei kurzfristig ein Gespräch angesetzt, um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, so Schlömer. Aus seiner Sicht müsse auf jeden Fall etwas passieren, ob zusammen oder jeder für sich. Er werde das Thema auch heute bei der Sitzung des Finanzausschusses ab 19 Uhr im Feuerwehrhaus Brodersby ansprechen. Dabei gehe es auch um den Bedarf für einen zweiten Wachturm im nördlichen Strandbereich. Grundlage für die Badeaufsicht ist eine Sondernutzungsgenehmigung Strand. Darin heißt es, dass Schönhagen zwei Wachtürme benötigt und eben vier Rettungsschwimmer, erklärt Kinza.

Einen Grund für den Engpass an Rettungsschwimmern in der Zeit vor den Sommerferien sieht Gaipl in der Verdichtung der Ferientermine. Da die Rettungsschwimmer ehrenamtlich Dienst an den Küsten leisten, seien sie auch auf die Ferien angewiesen. Daher sei es in den Sommerferien selber kein Problem, aber in den Wochen vorher. Ein weiteres Problem sei der fehlende Nachwuchs bei der DLRG, sagt Gaipl. Daher denke sie, dass auch an weiteren Standorten die Situation ähnlich eng sei, wie in Schönhagen. Aus ihrer Sicht könne dem gegengesteuert werden, in dem der Standort für die ehrenamtlichen Retter attraktiver gemacht werde.

Familie Lorenz aus der Nähe von Nürnberg, sie verbringt ihren Urlaub in Eckernförde, vermisst das Baden zurzeit nicht. Wenn das Wetter aber gut sei, dann würde ihnen das schon fehlen. Jürgen Lorenz, selber DLRG-Mitglied, kennt den Engpass an Rettungsschwimmern. Sie hätten auch zu wenig Nachwuchs.

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