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grossfeuer, absturz, übung : Strammes Wochenende für das THW

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW) Eckernförde haben am Wochenende ihre Einsatzfähigkeit bewiesen: Während ein Teil bei einer Übung in Westfalen war, haben die anderen das abgestürzte Flugzeug bei Flensburg geborgen und beim Feuer in Kiel geholfen.

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2013 | 05:34 Uhr

Das erste Wochenende im Oktober war für das Technische Hilfswerk (THW) Eckernförde eine Herausforderung: Während ein Großteil der aktiven Mannschaft bei der Jahresübung im westfälischen Warburg war, wurden die zurückgebliebenen Helfer gleich zu zwei Einsätzen gerufen. Gleich am Freitag fuhren zehn Kollegen gegen 18.45 Uhr nach Kiel zu einem Großbrand im Ortsteil Elmschenhagen, wo sie bis 6.30 Uhr den Einsatzbereich ausleuchteten und Gerüstsysteme bauten.

Am frühen Sonntagabend dann rückte eine andere Gruppe zu der Bergung eines verunglückten Ultraleichtflugzeuges in Richtung Flensburg aus. Bei dem Absturz neben der B 199 in der Nähe des Flugplatzes Schäferhaus waren der 53 Jahre alte Pilot und seine 46-jährige Begleiterin ums Leben gekommen (wir berichteten).

Die Bergung der Toten und der Maschine des in einem kleinen Wäldchen kopfüber liegenden Fliegers stellte sich als kritisch heraus. Diese Leichtflugzeuge verfügen über ein Rettungssystem mit einer Sprengkapsel, die beim Absturz aber nicht ausgelöst wurde. Diese Kapsel hätte bei der Bergung mit der Kraft einer kleinen Handgranate detonieren können. Der Kampfmittelräumdienst musste zunächst eine kontrollierte Sprengung vornehmen, erst dann konnten die Toten vom THW Flensburg geborgen werden. Die Maschine wurde danach vom Eckernförder Ladebordkran aufgenommen und in den Hangar des Flugplatzes Schäferhaus verbracht. Hier wird das Flugzeugwrack von Kriminalpolizei und der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) auf die Unglücksursache hin untersucht.

Obwohl sich viele Helfer bei der Übung in Westfalen aufhielten, konnte das THW Eckernförde schnelle und professionelle Hilfe leisten. Insgesamt verfügt das THW in Eckernförde über 50 aktive Einsatzkräfte. Im Einsatz- und Bedarfsfall können noch 25 weitere ausgebildete Katastrophenschützer der Reserveeinheit alarmiert werden.

Das THW in Eckernförde bildet die ehrenamtlichen Kräfte selbst aus und sucht stets Männer und Frauen jeden Alters zur ehrenamtlichen Mitarbeit.


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