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Eckernförder Zeitung

15. Dezember 2017 | 08:14 Uhr

Stoker Jazz Band feiert neues Album

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Mit jazzigen bis südamerikanischen Klängen stellten die „Stoker“ ihr neues Album „Stoker to Go“ auf Carlshöhe vor

von
erstellt am 30.Sep.2014 | 06:18 Uhr

Wenn die Stoker Jazz Band einlädt, kommen die Fans. Nicht in einer Kneipe, nicht auf der Straße, nicht bei einem Street-Jazz-Ereignis sollte die neue CD gebührend gefeiert werden, nein – Carls Showpalast bot am vergangenen Sonnabend das passende Umfeld für eine ausgelassene Feier.

Zu feiern hatten die Stoker gleich zwei Feste: Die ersten Töne des ersten Stückes erklingen, irgendetwas passt da nicht hinein, das geht doch sonst ganz anders. Ein Musiker stoppt verwirrt, vier spielen weiter – jetzt erkennt das Publikum es auch – hier wird gratuliert! Mit „Happy Birthday to You“ ehren die Stokers ihr Geburtstagskind, „Doc Jazz“, Dr. Ortwin Galle, der mit seiner Klarinette in das Ständchen einfällt, bevor sie auf der Bühne miteinander anstoßen. „Wir haben jetzt einen Volljährigen dabei“, so Banjo-Mann Wolfram Müller. Ob abgesprochen und geprobt oder nicht – lustig war es auf alle Fälle.

Die Stokers, das sind die fünf Musketiere Wolfram Müller (Banjo, Gesang, Gitarre), Dr. Ortwin Galle (Klarinette, Saxofon), Manfred „Manni“ Jöhnk (Posaune), Joachim Fuhlbrügge, (Tuba, Sousaphon) und Jörg Ulrich (Drums, Percussion), das Küken in der Riege. Mit ausgelassener Spielfreude tänzeln sich die Stokers durch ihr schmissiges Programm. Müller immer einen kecken Spruch auf den Lippen, greift nach der E-Gitarre und erklärt: „Einer hat sich AC/DC gewünscht“, um dann mit „Careless Love“, einem der klassisch-schönen Songs, die es in Millionen tollen anderen Versionen gibt, weiter zu machen. Diese Version sei an ein Arrangement von Wynton Marsalis und Eric Clapton angelehnt .

In „Love at Sundown (on the Beach)“ schreiten sie den Strand ab, werfen Steinchen ins Wasser, bevor es hier zur Sache geht. Müller an Arrangeur Galle: „Hast du das so erlebt?“, „Nein“, antwortet Galle.

Mit „Corinna, Corinna“ oder „Madame Inez“, alle vom neuen Album „Stoker to Go“, geht es schwungvoll jazzig bis südamerikanisch weiter, Füße wippen, Soli werden beklatscht, die Leute haben Spaß. Und „Mallorca“ – das generiert direkt Bilder auf die ohrverstärkte Netzhaut: Da ist ein Trommelwirbel, da schwingt ein unsichtbarer Zirkusdirektor seinen Taktstock, da sind Pudel und Alpakas, sie springen und drehen sich, sie schlüpfen und hüpfen, sie umkreisen sich. Völlig verrückt, völlig „malle“ eben.

Wieder mal ein toller Abend mit Eckernfördes Stadtmusikanten.


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