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Japan, Russland, Südkorea & Deutschland : Stipendiaten aus vier Nationen zu Gast im Künstlerhaus

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Künstler aus den Bereichen Fotografie, Malerei und Komposition verbringen einige Monate in Eckernförde

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2013 | 06:53 Uhr

Eckernförde | Es geht wieder international zu im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus: Vier neue Stipendiaten kann der Förderverein begrüßen - aus Japan, Korea, Russland und Deutschland.

Akiyasu Shimizu stammt aus Südjapan und lebt seit 2004 in Berlin, wo er an der Universität Kunst studierte. Er beschäftigt sich mit Fotografie, Malerei und Objektarbeiten, wobei er gern alles miteinander kombiniert. Der 27-Jährige hat ein Zwei-Monats-Stipendium erhalten und will sich in Eckernförde darauf konzentrieren, den Fisch als Gegenstand in seine Arbeit zu integrieren. Vorstellen will er die Ergebnisse Ende Mai in einer Abschlusspräsentation.

Marina Khorkova (31) ist Pianistin und freiberufliche Komponistin aus Moskau. Sie kam 2008 nach Stuttgart und studierte an der Musikhochschule bis 2012. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Objektmusik und der Erweiterung des Klangspektrums von Instrumenten durch die Kombination mit alltäglichen Gegenständen. Wie klingt ein Cello mit Wäscheklammern an den Saiten? Wie eine Klarinette, der man über einen Schlauch Luft einflößt? Auch Marina Khorkova hat ein zweimonatiges Stipendium erhalten. Sie möchte während ihres Aufenthalts in Eckernförde eine Orgelinstallation umsetzen, bei der nur über die Register gespielt wird, und angefangene Musikprojekte wie das Komponieren von Stücken, zu Ende bringen.

Einen ungewöhnlichen Weg zur Kunst hat der Südkoreaner Jimok Choi (32) hinter sich: "Kunst war in der Schule das einzige Fach, für das mich mein Lehrer gelobt hat", sagt er. Also studierte er Kunst, arbeitete als Straßenmaler, der Passanten porträtierte, und beim Militär als Zeichner von Propagandamaterial. 2007 ging er nach Hamburg und wurde schließlich an der Muthesius-Kunsthochschule Kiel angenommen, wo er im Sommersemester seine Masterarbeit ablegt. Zurzeit arbeitet er an filigranen Scherenschnitten, die aus verschiedenen Bildern zusammengesetzt werden. Für seinen viermonatigen Stipendiumsaufenthalt in Eckernförde hat er sich keine spezielle Aufgabe gesetzt.

Petra Spielhagen (46) aus Berlin hat an der Kunsthochschule Weißensee studiert. Die Fotografin konzentriert sich zurzeit auf die Nachtfotografie, wenn gewohnte Anblicke ihr Gesicht verändern. Im vergangenen Jahr stand die Landwirtschaft mit ihren starken Arbeitsscheinwerfern im Fokus. "Hier hoffe ich auf die Schifffahrt", sagt sie über ihr dreimonatiges Stipendium. Ebenfalls im Blickpunkt hat sie "Interventionen", bei denen sie mit ihren Bildern im öffentlichen Raum auftritt und mit den Passanten in Wechselwirkung tritt.

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