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3. handball-Bundesliga : Steffek wechselt zum Topverein Celle

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der TSV Owschlag muss sein Nachwuchstalent Raphaela Steffek nach dieser Saison ziehen lassen. Auch Torhüterin Janine Becker steht dann nicht mehr zur Verfügung.

Es ist das Schicksal der kleinen Dorfvereine. Immer wieder verlassen hoffnungsvolle Nachwuchstalente die Clubs, um nach der Schule ihre berufliche Karriere voranzutreiben. Da Lehrstelle oder Studium oftmals nicht um die Ecke liegen, müssen sie ihrem Ausbildungsverein den Rücken kehren. Die Drittliga-Handballerinnen des TSV Owschlag können davon ein Lied singen.
Neuester Fall ist Raphaela Steffek, die vor drei Jahren aus Fockbek in die TSV-Jugend wechselte, dort ihren Weg machte und schließlich als A-Jugendliche in der Frauen-Mannschaft für Furore sorgte. Im Sommer baut die 18-Jährige ihr Abitur, dann möchte sie in Hannover studieren. Einen neuen Verein hat sie bereits gefunden. Und was für einen.

Die Linkshänderin, die überwiegend im Rückraum, aber auch auf Rechtsaußen spielt, schließt sich zur neuen Saison dem Zweitligisten und Aufstiegsfavoriten SVG Celle an. Beim aktuellen Tabellenzweiten unterschrieb sie einen Zwei-Jahres-Vertrag. „Eine große Herausforderung für Raphaela. Ich wünsche ihr alles Gute“, sagt ihr Noch-Trainer Rainer Peetz. Ihren baldigen Coach kennt Steffek gut. Christian Hungerecker, der noch vor drei Jahren in Owschlag Jugend und Frauen unter seinen Fittichen hatte, ist jetzt Trainer in Celle. Nach einem Probetraining war er überzeugt von Steffeks Qualitäten. „Mit Raphaela konnten wir ein sehr großes Nachwuchstalent für uns gewinnen, die bereits drei Länderspiele für die Jugendnationalmannschaft bestritten hat. Ich bin mir sicher, dass sie uns mit ihren Qualitäten im Rückraum und auf Rechtsaußen noch schwerer berechenbar macht“, kommentiert Hungerecker auf der Celler Vereinshomepage.

Steffek freut sich über die Herausforderung: „Ich denke, mit meinem Wechsel nach Celle gehe ich einen Schritt, der mich in meiner Entwicklung weiterbringen wird. Christian Hungerecker ist dafür bekannt, junge Talente zu fördern und ihnen eine Chance zu geben.“

Die Entscheidung, den TSV zu verlassen, sei ihr jedoch schwer gefallen. „Ich habe und hatte dort viel Spaß und wir konnten gemeinsam viele Erfolge feiern. Sobald ich meine Verletzung auskuriert habe, werde ich mich nach wie vor voll für die Mannschaft reinknien“, so Steffek.

Nicht nur Steffek, auch Torhüterin Janine Becker wird die Owschlagerinnen nach Saisonende verlassen. Sie hat ihr Laufbahnende angekündigt. Hinter dem Verbleib von Anita Ewert steht aus beruflichen Gründen ein Fragezeichen. Kira Meenke plant ab Sommer einen längeren Auslandsaufenthalt, sie soll im Oktober zurückkehren.

Als Neuzugänge stehen bislang nur Nina Lyke und Hannah Meenke fest. Die Owschlager Hoffnungen ruhen zudem auf ein Comeback von Katrin Rohwer, die nach ihrem Kreuzbandriss in dieser Saison noch kein Spiel absolvieren konnte. Peetz: „Wir stehen außerdem mit mehreren wechselwilligen Spielerinnen in Kontakt. Vollzug können wir aber noch nicht vermelden.“ Der TSV ist auf der Suche nach einer Torhüterin und Verstärkung für den Rückraum.

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erstellt am 27.Feb.2014 | 05:00 Uhr

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