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Stadtwerke Eckernförde errichten Ladesäulen : Stecker rein und Strom tanken

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

22 Ladesäulen für E-Autos in Eckernförde und Umlandgemeinden sollen noch in diesem Jahr entstehen / Neuer Name für Aktiv Region?

von
erstellt am 27.Apr.2017 | 06:35 Uhr

Auf dem Wohnmobilstellplatz, am Bootshafen und bald auch beim neuen Parkhaus in der Eckernförder Noorstraße stehen bereits die ersten Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. 14 weitere Ladesäulen im Stadtgebiet und acht im Umland wollen die Stadtwerke Eckernförde noch in diesem Jahr errichten. Ein entsprechender Förderantrag für den Aufbau einer regionalen Ladesäulen-Infrastruktur lag gestern dem Vorstand der Aktiv Region Hügelland am Ostseestrand vor. Auf seiner Sitzung bei „Whisky Krüger“, dem ehemaligen Redderhus in Holzbunge, stimmte der Vorstand einstimmig dem Antrag und einem Zuschuss über 55 Prozent – rund 61  000 Euro – zu. Die Gesamtkosten für das Projekt betragen knapp 132  000 Euro, die förderungsfähigen Kosten liegen bei rund 110  000 Euro.

Wie Stadtwerke-Geschäftsführer Dietmar Steffen auf der Vorstandssitzung erläuterte, sind im Eckernförder Stadtgebiet 14 Ladesäulen geplant. Die Standorte: Markant in der Ostlandstraße, Carlshöhe, Fischhus, Hagebaumarkt Siemsen, Sky Parkplatz Stadtmitte, Meerwasser-Wellenbad, Stadtwerke Verwaltung, GWU Campus, Parkplatz Preußerstraße, Famila, Stadtwerke-Halle im Holm und beim Amt Schlei-Ostsee. Zusätzlich zu den Ladesäulen, mit ein bis zwei Anschlüssen, müssen die entsprechenden Stellflächen geschaffen werden. An den Stationen könne Fahrzeuge bis zu 120 Minuten aufgeladen werden, so Steffens. Die Leistung der Säulen beträgt 22 Kilowatt. „Bezahlt wird bargeldlos“. Der Stadtwerke-Chef berichtete, dass es derzeit bundesweit etwa 5000 Ladesäulen für Elektroautos und -fahrräder gebe. Um das erklärte Ziel der Bundesregierung von einer Millionen Elektrofahrzeuge bis zum Jahr 2020 zu erreichen, müssten es gut 70  000 Ladestationen werden.

In der zweiten Projektphase sollen acht Ladesäulen in den Ämtern Dänischer Wohld, Hüttener Berge, Dänischenhagen, in der Gemeinde Altenholz und bei der Brücke in Rendsburg errichtet werden. Bei der Globetrotter Lodge auf dem Aschberg, wo die Stadtwerke bereits ein Blockheizkraftwerk betreiben, wird eine weitere Säule installiert. Während der Aufsichtsrat der Stadtwerke den Ausbau in Eckernförde bereits abgenickt hat, müsse das Gremium über den Ausbau im Umland noch abstimmen. Grünes Licht dafür werde es aber geben, war sich Steffen sicher. Denn gerade die Ausweitung der Infrastruktur auf den ländlichen Raum war vielen Vorstandsmitgliedern der Aktiv Region wichtig und die Voraussetzung dafür, dem Projekt zuzustimmen.


Vorstand schlägt neuen Namen für Aktiv Region vor


Noch nicht beschlossen ist die Namensänderung der Aktiv Region. „Es gibt bereits die Lokale Tourismusorganisation Eckernförder Bucht“, sagte der Vorstandsvorsitzende Matthias Meins, und diese sei deckungsgleich mit der Aktiv Region Hügelland am Ostseestrand. Die Übernahme dieses Namens für die Aktiv Region mache daher Sinn. Auch Eckernfördes Bürgermeister Jörg Sibbel verspricht sich ein besseres Marketing durch die Bezeichnung „Eckernförder Bucht“. Auf Messen gebe es immer Erklärungsbedarf bei den Besuchern, wo denn genau dieses Hügelland liege“, bestätigte auch die Sehestedterin Dr. Juliane Rumpf. Sandra Westphal, leitende Verwaltungsbeamtin des Amtes Dänischenhagen, hatte bezüglich einer Umbenennung durchaus Bedenken. „Die Identität für die Menschen im Wohld geht verloren“, befürchtete sie. Auch Andreas Betz, Direktor des Amtes Hüttener Berge, wollte vor einem endgültigen Beschluss „seine“ Bürgermeister und Gemeindevertreter über die Überlegung informieren und sich ein Stimmungsbild einholen.

Auf der nächsten Mitgliederversammlung am 29. Juni in Eckernförde soll über das Ansinnen des Vorstands, der Aktiv Region einen neuen Namen und ein neues Logo zu verpassen informiert und Meinungen eingeholt werden. Letztlich entscheide der Vorstand, aber nur wenn es eine stabile Mehrheit dafür gebe, war man sich einig.

Der Vorstand hat seine Punktevergabe und Förderquoten im Rahmen eines Workshops neu konzipiert. Hochwertige Projekte mit öffentlichem Träger erhalten nun einen 65-prozentigen Zuschuss – bis zu 120  000 Euro.

 
>www.aktivregion-hao.de

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