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Eckernförder Zeitung

19. August 2017 | 08:01 Uhr

Hospiz : Stationäres Hospiz Dänischer Wohld

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Amtsausschuss Dänischer Wohld berät Gedankenpapier zur Einrichtung eines stationären Hospizangebotes / Investitionssumme von rund zwei Millionen Euro im Gespräch

Gettorf | Um schwerstkranke und sterbende Menschen heimatnah versorgen zu können, möchte der Hospizverein Dänischer Wohld mit Sitz in Gettorf ein stationäres Hospiz mit acht bis zehn Betten in der Region, vorzugsweise in Gettorf, errichten. 2013 gegründet, bietet der Verein sehr erfolgreich Hospizbegleitungen, hospizlichen Hundebesuch, Palliativberatung, Beratung zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sowie Trauerbegleitung an. Die Idee der Errichtung eines stationären Hospizes wurde bereits im vergangenen Jahr in den Gemeinden der Region, auf Amtsebene und darüber hinaus diskutiert, geriet jedoch durch die Aufgabe der Unterbringung von Flüchtlingen in den Hintergrund. Nun kommt wieder Bewegung in die Sache. Nach erneuten Gesprächen mit dem Vorstand des Hospizvereins, in denen es um Möglichkeiten zur Finanzierung, Standorte, Betriebskosten und Betriebsformen mit möglichen Beteiligten ging, wurde nun ein Gedankenpapier entwickelt. Das stellten Amtsvorsteher Kurt Arndt und Amtsdirektor Matthias Meins in der Sitzung des Amtsausschusses Dänischer Wohld am Mittwoch vor. Danach wird von Investitionskosten in Höhe von rund zwei Millionen Euro für das Hospizhaus ausgegangen.

Das Angebot soll sich in erster Linie an Menschen richten, die in den Amtsbereichen Dänischer Wohld und Dänischenhagen sowie der Altenholz wohnen – insgesamt 13 Gemeinden mit knapp 36  000 Einwohnern. Die Mittel dafür sollten nach Vorstellung des Vereins durch Fördermittel, Beteiligung der Kommunen und Spenden aufgebracht werden. Fördermittel könnten aus dem Leitprojekt „Integrierte ländliche Entwicklung“ in Höhe von maximal 750  000 Euro generiert werden. Die beteiligten Kommunen würden je nach Einwohnerzahl insgesamt 500  000 bis 750  000 Euro aufbringen müssen, der Hospizverein 500  000 bis 750  000 Euro an Beiträgen über Spenden und einen Förderverein. Für die Gemeinden im Amtsbereich Dänischer Wohld bedeutete das etwa 350  000 Euro, für die Gemeinde Altenholz etwa 210  000 Euro und die Gemeinden im Amtsbereich Dänischenhagen etwa 190  000 Euro. Dennoch habe der Hospizverein zugesagt, zu versuchen, weitere Fördermittel zu generieren und einen solventen Spenderkreis anzusprechen, um den finanziellen Anteil der Kommunen zu verringern, teilte Kurt Arndt mit. „Ich begrüße das sehr, dass wieder etwas Bewegung in die Sache kommt und nach Wegen gesucht wird“, erklärte dazu die Vorsitzende des Hoszpizvereins Dänischer Wohld, Dr. Friederike Boissevain, auf Nachfrage. Sie ist sehr froh, dass nicht von dem Thema gelassen wird. Wichtig wäre ihr auch die Zusage eines Grundstücks, sagte sie. Denn je konkreter der Plan werde, desto besser könne um Spenden geworben werden. Denn es gehe nicht nur um die Investitionskosten von rund zwei Millionen Euro. Die nächste große Hürde sei der Erhalt der Einrichtung mit Kosten im sechsstelligen Bereich im Jahr, der durch Spenden aufzufangen wäre. Einen konkreten Standort kann Amtsvorsteher Kurt Arndt, zugleich Gemeindevertreter in Gettorf, noch nicht anbieten. Aber es konkretisiere sich, dass Gettorf ein Grundstück zur Verfügung stellen könnte, sagte er. Darüber herrsche politisch auch weitestgehend Konsens. Dennoch seien das alles bisher Gedankenspiele. Er versicherte: „Wir werden das transparent weiterentwickeln.“

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erstellt am 11.Mär.2016 | 06:32 Uhr

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