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Eckernförder Zeitung

15. Dezember 2017 | 23:10 Uhr

Startschuss für den Frühling

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Jetzt wird’s bunt / Die Stadtgärtnerei Eckernförde bereitet das Ostseebad auf die grüne Jahreszeit vor

von
erstellt am 11.Mär.2015 | 06:25 Uhr

Der Frühling hält Einzug im Norden und scheint sich gegenüber dem bisher vorherrschenden Schmuddelwetter durchzusetzen. Mit viel Sonne, angenehmen Temperaturen und wenig Wind lädt das Wetter zu Spaziergängen und Fahrradfahrten ein. Für viele Spaziergänger ist das Aufblühen des „Krokusflusses“, der sich seit dem Frühjahr 2007 über die Borbyer Anlagen bis zum Jungmannufer zieht, der Startschuss für den Frühling. Sven Frank genießt mit seinem Hund die Sonne und denkt dabei zurück an die Winter in den 50er und 60er Jahren. „Damals hatten wir kein Jahr ohne Winter“, bemerkte der Eckernförder. Auch das Ehepaar Klemmsen, das seit 1938 in Eckernförde wohnt, kann sich noch gut an frühere Winter erinnern. „Meine Frau will mir das nicht glauben, aber in den 40er Jahren haben wir schon im Oktober Eishockey auf dem Noor gespielt.“ Den „Krokusfluss“ finden sie mittlerweile zu ausgedünnt. „Man müsste mal wieder neue Zwiebeln nachpflanzen“. Olaf Behrens regt an, auch mal an anderer Stelle in Eckernförde Krokusse zu pflanzen. Vom Wetter nicht zu beeindrucken ist Stefan Orlishausen, er geht bei jedem Wetter vor die Tür. Tatsächlich war das Jahr 2014 insgesamt sehr warm und der Winter sehr mild. Rückschlüsse darauf, ob dieses Jahr ähnlich warm wird, lassen sich aber nicht ziehen.

Egal, von welcher Seite sich der Sommer zeigen wird, die Saison von Stauden, Rabatten und Beeten hat begonnen. Nicht nur der heimische Garten, auch die Grünanlagen der Stadt Eckernförde werden dieser Tage von den Altlasten des Winters befreit und für die warmen Tage auf Vordermann gebracht. „Jetzt beginnen die Aufräumarbeiten, der Winter muss weg“, erklärt Sylvia Bent, Leiterin der Stadtgärtnerei. Dazu müsse das Laub aus den Stauden geholt, herumliegendes Gehölz und Unkraut beseitigt werden. Auch Müll müsse immer mal wieder aus Beeten und Sträuchern entfernt werden. „Aktuell kümmern wir uns um den Rosenrückschnitt.“ Den ersten Frühjahrsanstrich ließ die Stadtgärtnerei in dieser Woche schon den Platanen auf dem Kirchplatz zuteil werden. Dabei wurden die 15 Meter hohen Bäume an der Außen- und der Oberseite so beschnitten, erklärt Sylvia Bent, „dass sie zukünftig wie ein Baldachin zusammenwachsen. Ziel ist es, dass man irgendwann im Sommer das Eis im Schatten genießen kann.“

Der Zeitpunkt des Mähens sei, so die Leiterin der Stadtgärtnerei, wetter- und standortabhängig. In etwa vier bis sechs Wochen werde das städtische Grün zum ersten Mal in diesem Jahr getrimmt. „Dabei wird der Krokusfluss aber großzügig ausgespart. Dort kann man erst ab der 28. Kalenderwoche mähen, weil die Saat erst ausgereift sein muss.“ Sylvia Bent versichert, dass Rüdiger Zieglers florales Kunstwerk bisher weder gedüngt noch nachgepflanzt wurde. „Das ist auch nicht eingeplant, der Krokusfluss soll sich im Bestand selber erhalten.“ Dass der violette Blumenmäander stellenweise dünner erscheint, sei gewollt: „Ein Flusslauf ist ja auch nicht immer gleich stark. Das ist schon bei der Bepflanzung berücksichtigt worden.“ Unser Tipp: Sonne genießen und zusehen, wie die Natur sich schmückt und schmücken lässt.

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