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Altenholz : Starke Stimmen für die Friedensgruppe

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Achtes A-Capella-Benefizkonzert des Rotary Clubs Eckernförde-Dänischer Wohld im Eivind-Berggrav-Zentrum

Altenholz | Hochklassig, vielfältig, witzig und für den guten Zweck: Zum mittlerweile achten Mal hatte der Rotary Club Eckernförde-Dänischer Wohld am Freitag zum A-Capella-Benefiz-Konzert ins Eivind-Berggrav-Zentrum geladen. Etwa 280 Gäste im fast ausverkauften Haus erlebten eine großartige Veranstaltung. Der Präsident des Rotary Clubs Philipp Kuntz und die Organisatorin Jutta Johannsen dankten ihren treuen Veranstaltungs-Partnern, der Kirchengemeinde und dem Kulturkreis Altenholz, für deren Gastfreundschaft. Der Erlös aus dem Konzert kommt diesmal der Arbeit der Friedensgruppe der Kirchengemeinde Altenholz zugute. Sie kümmert sich unter Leitung von Ingrid Heller um Flüchtlinge und Asylsuchende, sorgt für Sprachkurse, begleitet sie zum Amt oder Arzt und hilft bei der Wohnungs- und Arbeitssuche. „Sie leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft“, hob Jutta Johannsen hervor.

Erstmals war der 22-köpfige Chor Teepunsch mit von der Partie. Aus Lust am Singen probten einst vier Männer bei Tee mit Rum im Keller. Daraus entwickelte sich unter der Leitung der charismatischen Diplom-Rhythmikerin Frauke Pansegrau ein Chor, der in der Region um Preetz mit Schwerpunkt A Cappella zur etablierten Marke geworden ist. In Schwarz mit blauen Akzenten entzückten sie das Publikum mit Gospel, witzigen Pop- und Schlagerstückchen von einem dumm gelaufenen Rendezvous, hohen Bergen, dem Abschied von Ramona und fürs Herz einem sanft in Männerstimmen gehüllten „As time goes by“.

Noch mehr Farbe brachten die 20 ambitionierten Sängerinnen und Sänger von Art de Chor (Abkürzung für Alles richtige Töne, dazu einige charmante halbwegs ordentliche Reime) aus Kiel ins Spiel. Ihre musikalisch und choreografisch hübsch herausgeputzte Mischung aus Klassik, Pop und Schlager kam bestens an. Für Opernfreunde marschierten sie nicht ganz ernsthaft durch sechs Ouvertüren von Beethoven, Strauß, Rossini und Mozart, bewiesen mit „Just sing it“ und dem Beatles-Song „Good day, sunshine“, dass Musik wie eine Droge trübe Stimmung vertreibt. „Ihr seid ein super, super Publikum“, riefen sie, sangen ihre Version von Supertramps Logical Song und huldigten mit „Er gehört zu mir“ von Marianne Rosenberg ihren Chorleiter Heiko Bilitewski.

Auch Jutta Johannsens Neuentdeckung, die Pure Vocals, acht Sänger und Sängerinnen vorwiegend aus Schleswig-Holstein in klassischem Schwarz-Weiß, kamen bestens an beim Publikum. Rein im Klang, schnörkellos und mit viel Gefühl für die Musik. „Wir sind noch etwas altmodischer, singen aus Noten“, bekannten sie. Ein himmlisches Ave Maria von Pietro-Paolo Bencini, dessen Originalnoten noch in den Katakomben des Vatikans vergraben sein sollen, dazu der Folk-Song 900 Miles als Zug-Reise nach Hause, ein Ausflug in die Welt des Orchesters und ein zärtliches Gute-Nacht-Lied. Da traute sich keiner mehr zu atmen.

Und schließlich zum wiederholten Male und zum Schmunzeln das gemischte Quintett Multiple Voice aus Kiel, das alles besingt, was ihnen musikalisch in die Quere kommt: Die Mad World von Tears für Fears, die Deutschlehrerin, die Bahn, die verpasste Liebe in Paris, Billy Joels Lullabye „Goodnight, my Angel“ und ein fantastisches Hallelujah.

Das Publikum, komplett aus dem Häuschen, stand auf, applaudierte, johlte, trampelte und feierte alle Künstler. „Ja, das war wirklich großartig“, schwärmten Dänischenhagens Bürgermeister Wolfgang Steffen und seine Frau Regina. „Es hat uns sehr gefallen. Ein wunderschöner Abend.“

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erstellt am 10.Nov.2014 | 06:00 Uhr

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