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Handesverein : Standortmanager soll Innenstadt beleben

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Stelle für Neubesetzung in Gettorf ist bereits ausgeschrieben / Vorbereitungen für das 12. Rapsblütenfest am 21. Mai laufen schon

Gettorf | Der Handels- und Gewerbeverein Gettorf und Umgebung (HGV) hat ein wichtiges politisches Ziel erreicht. Es wird in Kürze einen Referenten für Standortmanagement in Gettorf geben. Dieses Resümee zog Thomas Grötsch, der Vorsitzende des Vereines, am Mittwochabend vor der Jahresversammlung und bekam dafür auch Glückwünsche von Wilfried Wagner vom Wirtschaftskreis Eckernförde. Finanziert wird die 50-Prozentstelle von der Gemeinde Gettorf. Die Stelle ist zurzeit ausgeschrieben. Diesen „Kümmerer“ für den Standort Gettorf will der HGV nach Kräften unterstützen, so der Vorsitzende.

Insgesamt sei die Zusammenarbeit von Politik und Verwaltung in Gettorf besser geworden, so der Vorsitzende in seinem Bericht. Lob gab es für den Austausch eines großen Teils der Abfallbehälter im Ortskern. Kritik gab es an der Erhöhung der Gewerbesteuer. Bei kommunalen Ausschreibungen wünsche er sich, dass einheimische Firmen besser berücksichtigt würden. „Es geht nicht darum, bestimmte Firmen zu bevorzugen. Häufig werden einheimische Firmen gar nicht angefragt. Schließlich appellierte er an die Politik, in Gettorf Gewerbeflächen auszuweisen.

Der Slogan „Wer weise denkt, kauft näher ein“, wird weiter eine wichtige Rolle für den HGV spielen. Die ortsansässigen Händler könnten mit persönlicher Beratung punkten, so der Vorsitzende. Dennoch sei es wichtig, dass jeder auch ein wirtschaftliches Standbein im Internet habe, denn der Online-Handel werde weiter wachsen.

Am 21. Mai findet das 12. Rapsblütenfest in Gettorf statt. Das Rapsblütenfest ist nicht das einzige, aber das größte Projekt des Gettorfer Handels- und Gewerbevereins, an dem sich mehr als 80 Händler und Gewerbetreibende aus Gettorf engagieren. In Spitzenzeiten wurden im vorigen Jahr 1000 Besucher gezählt. Die Finanzierung ist dabei immer wieder eine Kraftanstrengung. Ohne Sponsoren und die Lotterie wäre das nicht machbar gewesen, so Thomas Grötsch. Dennoch sollen die Standgebühren für die Händler in diesem Jahr nicht erhöht werden. Gemeinnützige Vereine haben die Möglichkeit, sich kostenlos zu präsentieren. Der Überschuss der Lotterie kommt jedes Jahr einem gemeinnützigen Zweck zugute. Dieses Jahr erhält das Deutsche Rote Kreuz Gettorf den Überschuss.

Zum Rapsblütenfest wird auch die neue Rapsblütenkönigin gekürt. Bis dahin macht die Amtsinhaberin Silke Langmaack Werbung für Gettorf. So war sie jüngst in Berlin zur Grünen Woche auf Einladung der Aktivregion Hügelland am Ostseestrand, traf dort eine Menge Politikprominenz aus Schleswig-Holstein.

Als Gast begrüßte Thomas Grötsch Timea Aden, Koordinatorin des im September 2016 gegründeten Lokalen Bündnisses für Familie. Ziel des Bündnisses sei es, die Familienfreundlichkeit in Gettorf weiter zu stärken und das in Zusammenarbeit mit möglichst vielen Institutionen und Organisationen, so Timea Aden in ihrer Vorstellung des Bündnisses. Wenn es um Familienfreundlichkeit gehe, dann um die Bedürfnisse von Familien mit (kleinen) Kindern und von Alleinerziehenden ebenso wie um die Bedürfnisse von älteren Menschen. Drei Projekte stehen aktuell auf der Tagesordnung des Bündnisses. Ein Ersatzgroßelternprojekt soll junge Familien, deren Eltern nicht in der Nähe wohnen, mit „Ersatzgroßeltern“ zusammenbringen. In einem Familienwegweiser sollen Familien Ansprechpartner für alle Lebenslagen finden, von der Hebamme, über Vereine mit Freizeitangeboten für Kinder, Firmen, die Praktikumsplätze für Jugendliche bieten, bis zu Pflegediensten. Ein Generationencafé soll einmal im Monat im DRK-Haus die verschiedenen Generationen zum zwanglosen Austausch zusammenbringen. Vom HGV erhofft sich das Bündnis Manpower und Werbung. Und sie hat dabei durchaus eine Win-Win-Situation vor Augen: „Steigt die Lebensqualität für Familien in Gettorf, wird auch deren Präsenz am Ort und damit ihre Kaufkraft gestärkt.“ Eine erste öffentlich sichtbare Zusammenarbeit ist zum Halloween-Shopping geplant. Das Bündnis für Familie hat das Kürbisschnitzen übernommen.

Die Weihnachtsbäume in der Fußgängerzone, die der HGV jedes Jahr aufstellt, könnten künftig in Zusammenarbeit mit dem Bündnis für Familie geschmückt werden, so die Idee des Vorsitzenden. Ein paar Tage vor Weihnachten könnten sie dann abgebaut und bedürftigen Familien zur Verfügung gestellt werden.

Einige Vorstandsämter waren neu zu besetzen. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Oliver Schröder gewählt. Ariane Schneider, Mike Hoop und Jürgen Johannsen sind die drei neuen Beisitzer im Vorstand. Ute Hoffmann wurde zur zweiten Kassenprüferin gewählt. 



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