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Eckernförder Zeitung

21. Oktober 2017 | 00:15 Uhr

Standortentscheidung ist greifbar nahe

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 16.Jan.2016 | 06:22 Uhr

Das Jahr ist kaum zwei Wochen alt, da fällt Eckernförde das leidige Kino-Thema wieder auf die Füße. Klar, weil nach fast vier Jahren immer noch nicht klar ist, wo das neue Kino gebaut werden soll. Dass Eckernförde ein Kino braucht, steht außer Frage. Es gibt keine ernstzunehmende Stimme, die dies bestreitet. Es ist nur diese vermaledeite Standortfrage, die die Sache blockiert und jetzt hoffentlich nach der Offensive des Bürgermeisters endlich entschieden wird.

Nach dem Aus am Bahnhof ist der Schulweg in der Tat die erste, nach Überzeugung des Bürgermeisters auch die einzige Option in der Innenstadt. Mit den Jugendlichen, die im Skaterpark ihre Freizeit verbringen, ist die Stadt im Gespräch – sie können sich offenbar mit einem Neubau der Anlage auf der anderen Straßenseite an der Norderhake anfreunden und sollen bei der Planung und Gestaltung mitreden. Die Kleingärtner wissen, dass die Parzellen aufgegeben werden sollen. Trotz des 25 Meter breiten Uferschutzstreifens, der nicht bebaut werden soll oder darf, soll dort genug Platz für die Anlage mitsamt Grillplatz sein; selbst für die Bushaltebuchten soll dort noch Platz sein. Nur die Rolllaufbahn mitsamt Multifunktionsfläche und Flutlichtanlage, auf der in der Vergangenheit bis auf die Schlittschuhläufer im Winter auf der gefluteten Innenfläche allerdings kaum Betrieb herrschte, passt dort nicht mehr hin; die Stadt hat aber bereits eine Alternative im Visier und prüft diese gerade.

Angesichts des nicht unerheblichen Aufwands bei der Umsetzung der Einrichtung erhebt sich bei nüchterner Betrachtung eine Frage, die zumindest mal diskutiert werden sollte: Wäre es nicht vorstellbar, dass alles bleibt wie es ist, und die Stadt stattdessen Verhandlungen mit den Kleingärtnern der Kolonie Süderhake I aufnimmt mit dem Ziel, die Fläche rund um den Skaterpark vom Grünen Weg bis zur B 76 als Baufläche für das Kino mit Verbrauchermarkt und Parkplatz zu nutzen? Vertrieben werden soll dort natürlich niemand. Es gibt dort sicher eine gute Gartenkameradschaft rund um das schmucke Gemeinschaftshaus, die nicht zerschlagen werden darf. Nur könnte es doch sein, dass die Parzellenbetreiber gegen die Zahlung einer entsprechenden Entschädigung und Zuweisung eines anderen Kleingartens in einer anderen Kolonie durchaus bereit sind, diesen Weg mitzugehen. Zumindest dürfte es ruhigere Kleingärten geben als die zwischen Bahnlinie und B 76.

Das wäre zumindest eine Überlegung und Anfrage beim Kleingärtnerverein wert. Wenn die Kleingärtner der Süderhake I dann den Daumen senken, ist diese Option natürlich vom Tisch.

Dann muss es an der Norderhake in die Vollen gehen, und zwar bald.

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