zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

18. Oktober 2017 | 17:19 Uhr

Hafenspitze : Stalagmiten auf der Baustelle

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fundamentarbeiten für den zweiten Bauabschnitt laufen / Betonpfähle werden noch geköpft

shz.de von
erstellt am 11.Apr.2015 | 06:00 Uhr

Eckernförde | Sie ähneln riesigen Stalagmiten mit Gewinde: Auf Eckernfördes größter Baustelle an der Hafenspitze ragen 46 Betonsäulen bis zu zwei Meter in die Höhe. „Einige Leute haben schon gedacht, dass wir die Säulen ausgegraben haben“, sagt Bauleiter Ralf Böttner. Irrtum: „Das sind die Betonpfähle, auf die sich später das Gebäude am Jungfernstieg gründet.“ Für die Stabilität wurden die Löcher 20 Meter tief in die Erde gebohrt und mit Beton gefüllt. Ihre Enden werden demnächst abgesägt und die Fundamentsäulen mit Balken aus Stahlbeton verbunden, auf die schließlich Betonplatten als unterer Gebäudeabschluss verlegt werden – der Fußboden der Tiefgarage. Der Beton wird gespickt mit Stahlstangen. „Nicht nur wegen der Stabilität, sondern wegen des Gewichts“, erklärt Ralf Böttner. „Damit das Gebäude vom Grundwasser nicht hochgedrückt wird.“ Ein wasserfester Beton und eine spezielle Bauweise verhindern den Wassereinbruch.

Genauso geschieht es mit dem Gebäude „Hafen 1“, das parallel zur Hafenpromenade entsteht und sich auf 122 Pfähle gründet. Es wird 25 Wohnungen und eine Gastronomiefläche von rund 200 Quadratmetern umfassen. Das Haus am Jungfernstieg soll 20 Wohnungen umfassen. Bauherr ist die Penta Nord Immobilien GmbH & Co Hafenspitze KG. Insgesamt sind nur noch zwei Wohnungen frei, alle anderen schon verkauft oder reserviert. Der Quadratmeterpreis liegt etwas unter 3000 Euro. „Und es gibt auch schon viele Anfragen für den 3. Bauabschnitt“, so Ralf Böttner.

Im aktuellen Bauabschnitt 2 entsteht zuerst die Tiefgarage, die beide Gebäude miteinander verbindet. Mitte Juni soll dann der Hochbau beginnen – so die Planung. Die endgültige Fertigstellung wird sich wohl bis 2016 hinziehen. „Acht Wochen haben wir schon allein beim Abriss verloren“, sagt Ralf Böttner. Zu viele Überraschungen warteten in der Tiefe: Alte Fundamente, drei Kellergeschosse von alten Gebäuden übereinander, teilweise gefüllt mit Abbruchteilen und Müll, darunter eine Tonne Altöl.

Derweil ist gestern ein zweiter Kran aufgebaut worden: Er ist mit seinen 25 Metern nur halb so hoch wie sein 50-Meter-Kollege, hilft aber dabei, die Bauarbeiter den ganzen Tag mit Material versorgen zu können, damit die Bauarbeiten zügig voranschreiten.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen