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Anbaden in Eckernförde : Stählernes Bad für 70 Hartgesottene

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Neujahrsbaden in der fünf Grad kalten Ostsee: Über 70 mutige Schwimmer stürzten sich am Neujahrstag kollektiv ins kalte Naß. Die Teilnehmer lobten Veranstaltung und die wärmende Versorgung durch die Stadtwerke und das Wellenbad-Café.

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erstellt am 03.Jan.2014 | 08:00 Uhr

Die Wassertemperaturen sind nicht gerade einladend. Eine echte Herausforderung für die mutigen Schwimmer, die sich dort gleich hineinstürzen werden. Und so manchem Zuschauer dürfte bei der Vorstellung eines Sprungs ins fünf Grad kalte Wasser ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen sein. Mehr als 70 Teilnehmer hatten sich am Neujahrstag vor dem Meerwasserwellenbad eingefunden. Hüpfend, Arme kreisend und schlagend, die wärmenden Bademäntel schon abgelegt, warten die Teilnehmer auf das Startsignal.

Mehr und mehr Neujahrspaziergänger gesellen sich zu den Umstehenden, um das Schauspiel zu erleben und das Spektakel mit dem Handy festzuhalten. Dann plötzlich ein kurzes Formieren – alle rennen los, kreischen vor Begeisterung und machen sich gleichzeitig Mut. Wasser spritzt auf beim stürmischen Start. „So merkt man die Kälte nicht“, beschreibt Birte Richter aus München ihre Empfindungen. „Das kollektive Starterlebnis reißt einfach mit, und man ist dann auch bereit unterzutauchen“, sagt die frühere Eckernförderin, die gefühlt knapp fünf Minuten im Wasser war.

Eher aus einer Laune heraus seinerzeit von Karl-Heinz Huber aus Eckernförde initiiert, ist das Anbaden mittlerweile seit acht Jahren zu einem Ereignis mit steigender Teilnehmerzahl geworden. Während die Zuschauer wohlig warm verpackt am Strand stehen, sehen die Aktiven das Ganze eher sportlich. „Für mich war es heute die Premiere“, gab Michael Heckel (51) zu. Aus Hannover zu Besuch bei Lutz Bartlewski in Eckernförde, wurde er von ihm überredet, ebenfalls mitzumachen und ist begeistert. Das regelmäßige Baden in kaltem Wasser bringe die Abhärtung für den eigenen Körper und lasse die Temperatur vergessen. Das steht auch auf dem Tagesplan von Eva Zurawska aus Schilksee. Die 74-Jährige ist nicht nur einer der ältesten Teilnehmer, sondern geht seit gut 13 Jahren, egal zu welcher Jahreszeit, täglich in der Ostsee schwimmen. Regelmäßige Partnerin ist dabei Gundi Görz aus Altenholz, für die das Bad in der Ostsee seit drei Jahren zum Programm gehört. Beide begrüßten das neue Jahr mit einem „2014 - we can“-Schild.

Schnell sind die Teilnehmer wieder aus dem Wasser, nicht jeder geht sofort unter die warme Dusche, die die Stadtwerke Eckernförde erstmals allen Teilnehmern im Meerwasserwellenbad anbieten. Eher gehen da schon heiße Suppe oder Punsch, um den Körper von innen aufzuwärmen. Man tauscht sich aus, – „ein schönes Event“ lautet die einhellige Meinung. Die warmen Duschen im Vergleich zu den „kalten“ Anfängen“ ließen die Daumen nach oben gehen.


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