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Stellplätze in Noorstraße : Stadtwerke setzen auf Parkhäuser und E-Mobilität

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Parkhaus Noorstraße ab sofort in Betrieb. Dabei soll es aber nicht bleiben, denn der Bau weiterer Parkhäuser ist möglich. 14 Ladestationen fördern Elektromobilität.

Die kostenlose Testphase im neuen Parkhaus Noorstraße ist vorbei, ab heute kann dort nur noch gegen Bares geparkt werden. 1 Euro pro Stunde, maximal 9 Euro pro Tag verlangen die Stadtwerke Eckernförde als Betreiber. Im Parkhaus Noorstraße stehen 177 Stellplätze zur Verfügung, die mit 2,60 Meter komfortabel breit ausgelegt sind. 13 Parkplätze sind im Erdgeschoss für Frauen reserviert, zwei für Autofahrer mit Behinderung. Auch an die zunehmende Elektromobilität haben die Stadtwerke gedacht und drei Ladestationen mit sechs Anschlüssen (22 kW) aufgestellt, an denen die Akkus in drei bis vier Stunden vollständig aufgeladen werden können. Das Parkhaus verfügt über einen Aufzug und zwei Treppenhäuser, es gibt WCs sowie Fahrradparkplätze. In vier bis sechs Wochen sollen auch sechs kostenfreie Ladestationen für E-Bikes sowie 10 bis 15 abschließbare Fahrradgaragen dazukommen, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Dietmar Steffens am Montag bei einem Rundgang durch das 3,4 Millionen Euro teure Parkhaus vor der Aufsichtsratssitzung. Markant ist die mit Keramikstäben bestückte Fassade, die viel Licht ins Parkhaus lässt, die komfortabel dimensionierten Stellplätze, die zweispurige Zufahrt sowie einige Details wie die von Joseph Burgund mit Fisch- und Seevogelmotiven künstlerisch veredelten Zu- und Ausfahrten. Das Parkhaus ist nachts zwischen 23 und 5 Uhr für einfahrende Fahrzeuge geschlossen, die Ausfahrt ist durchgehend möglich. Den Kunden der Stadtwerke Eckernförde sollen in den nächsten Wochen Sonderkonditionen angeboten werden, sagte Steffens.

Es soll nicht das einzige Parkdeck bleiben, dass die Stadtwerke bauen. Geschäftsführer Steffens verweist auf die erworbene Kompetenz und die Notwendigkeit, in Eckernförde weiteren Parkraum zu schaffen. „Es ist für uns eine Option, weitere Parkhäuser zu bauen.“ Voraussetzung dafür seien aber Entscheidungen der Politik.

Im Geschäftsjahr 2016 haben die Stadtwerke einen Gewinn in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro erzielt. Steffens freut sich über „Wachstum in allen Bereichen“. Hinzu kommen weitere 700  000 Euro, die eigentlich 2015 erwirtschaftet wurden, bilanzrechtlich allerdings erst jetzt verbucht werden konnten. Laut Empfehlung des Aufsichtsrates soll ein Betrag von netto 712  800 Euro an die Stadt Eckernförde als Anteilseigner ausgeschüttet werden. 1,13 Millionen Euro behalten die Stadtwerke als Investitionsrücklage für die anstehenden Projekte. Steffens verwies unter anderem auf die großen Bauprojekte FH-Campus, Prinzenstraße, Nooröffnung, Domsland II und Exer, die an das Versorgungsnetz angeschlossen werden müssen. Die Eigenkapitalquote von 30 Prozent hilft bei der Realisierung und mindert die Kreditaufnahmen. „Wir haben in den letzten sieben Jahren 50 Millionen Euro investiert und haben noch einiges vor“, sagte der Stadtwerke-Chef.

Dazu zählt auch die anstehende Installation von 14 Ladesäulen für E-Autos im Stadtgebiet sowie weiterer acht Stationen im Dänischen Wohld und in den Hüttener Bergen. Die Aktiv-Region ist dabei Kooperationspartner. Die Stadtwerke verfügen seit kurzem selbst über zwei Elektrofahrzeuge. Der Aufsichtsrat hat die Pläne positiv bewertet.

Auch personell haben sich die Stadtwerke entsprechend ihrem Aufgabenzuwachs verstärkt: Seit 1. Juli ist Alejandro Meyer (48) neuer Bereichsleiter Betriebswirtschaft und Rechnungswesen. Der gebürtige Kubaner lebt seit vielen Jahren in Deutschland. Der Wirtschaftsingenieur und Bilanzbuchhalter war zuvor für die Stadtwerke Wismar und als Kaufmännischer Leiter für das Westeuropa-Geschäft eines großen Unternehmens in der Erdöl- und Erdgasindustrie mit Sitz in Oman tätig.

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erstellt am 05.Jul.2017 | 06:22 Uhr

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