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Nachfolge geklärt : Stadthallenrestaurant wird zum Luzifer

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gastronom Reiner Wegner eröffnet am 15. April die zweite Filiale seiner Restaurant-Kette in Eckernförde. Der Pachtvertrag ist zunächst bis Ende des Jahres befristet, weil sich bis dahin die Zukunft des Gebäudes klären muss.

shz.de von
erstellt am 12.Apr.2014 | 06:30 Uhr

Die Frage, welcher Gastronom das Stadthallenrestaurant übernimmt, ist geklärt: Das Luzifer eröffnet in den Räumen mit Blick auf die Ostsee am 15. April seine zweite Filiale in Eckernförde. Der Gastronomiebetrieb mit seinen dann neun Filialen in Norddeutschland hatte das Restaurant übergangsweise schon in den vergangenen drei Monaten übernommen, nachdem der Pachtvertrag zwischen der Stadt und der Familie Kroll nicht verlängert worden war.

Der Pachtvertrag mit dem Luzifer läuft zunächst bis Ende des Jahres. Erst dann wird wohl feststehen, wie es mit dem Gebäude weitergehen soll. Die Verwaltung bearbeitet zurzeit einen Antrag aus dem Ausschuss für Wirtschaft und Finanzwesen. Im Kern geht es darin um die Prüfung von Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung der Stadthalle und die damit verbundenen Kosten. Zudem soll die Verwaltung berechnen, was ein Abbruch und Neubau kosten würden, und ob es Fördergelder dafür gäbe. Im Anschluss muss sich die Politik positionieren und entscheiden.

Das Luzifer fährt also zunächst mit angezogener Handbremse, dennoch hat Geschäftsführer Reiner Wegner schon investiert und mit einem neuen Anstrich und neuen Möbeln frischen Wind in das 42 Jahre alte Gemäuer gebracht. Er scharrt förmlich mit den Füßen: „Ich würde gern den Fußboden und die Deckenverkleidung verändern.“ Auch das Beleuchtungskonzept und den Tresen möchte er anpassen, die Kegelbahn aktiver einbinden, und und und. Und gern auch eine Coffee-Lounge im Erdgeschoss einrichten. Dann stünde auch einer Außengastronomie an der Promenade nichts mehr im Wege. Doch dafür müsste zunächst die Tourist-Info umziehen. Und das wiederum ist davon abhängig, welche Entscheidung die Politik im Falle der Willers-Jessen-Schule trifft. „Wir könnten uns vorstellen, in das Gebäude umzuziehen“, sagt Stefan Borgmann.

Solange also die Zukunft der Gebäude noch nicht geklärt ist, wird sich Reiner Wegner in Geduld üben müssen. Nicht zuletzt muss er einen guten Eindruck hinterlassen, damit die Stadt den Pachtvertrag mit ihm auch über das Jahr hinaus verlängert. Aber in den vergangenen drei Monaten konnte sich das Luzifer schon empfehlen: „Viele Menschen sind sehr zufrieden allein schon mit der Bewirtung bei Veranstaltungen in der Stadthalle“, sagt Touristik-Chef Stefan Borgmann. Klar ist: Eine Außengastronomie ist gewünscht und wird in diesem Jahr eventuell mit einer mobilen Lösung umgesetzt. „Schnellschüsse bringen da aber nichts“, sagt Wegner. „Das muss gut durchdacht sein.“

Insgesamt 300 Sitzplätze kann er im Stadthallenrestaurant anbieten. Ein Store-Manager, ein Küchenchef und ein Restaurantleiter kümmern sich um das Geschäft. Hinzu kommen zahlenmäßig wechselnde Servicekräfte. Dadurch, dass er schon eine Filiale in Eckernförde hat, kann er flexibel mit dem Personal reagieren. „Und zur Not kann ich noch Leute von Schleswig oder Kiel dazuholen.“

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