Kaputte Straßen : Stadt verpasst Bornbrook und Lütthörn neue Asphaltdecken

Rund 75 Meter der Straße Lütthörn müssen dringend saniert werden. Dafür sollen bis zu 60 Zentimeter des Fahrbahnaufbaus komplett erneuert werden.
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Rund 75 Meter der Straße Lütthörn müssen dringend saniert werden. Dafür sollen bis zu 60 Zentimeter des Fahrbahnaufbaus komplett erneuert werden.

Noch im ersten Halbjahr sollen die Buckelpisten neu gemacht werden.

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31. Januar 2018, 09:50 Uhr

In vielen Straßen der Stadt sorgen Schlaglöcher und aufgeplatzte Asphaltdecken für unruhiges Fahren. Jeder Autofahrer könnte mühelos drei Straßen aus seinem Umfeld aufzählen, in denen Handlungsbedarf herrscht. Es gibt Straßenabschnitte, die mehr einer Kraterlandschaft denn einer glatten, gut zu befahrenden Asphaltdecke gleichen. Der Bornbrook und Lütthörn (wir berichteten) gehören dazu, und diese Straßen möchte die Stadt schnellstens sanieren.

Das wurde jüngst im Bauauschuss deutlich. „Das Material bricht immer wieder raus, ein Flicken ist nicht mehr möglich“, erklärte Tiefbauleiter Axel Sperber. Damit meinte er den Bornbrook. Dort sollen im ersten Halbjahr 2018 20 Zentimeter der Asphaltdecke abgefräst und durch neue Trag- und Asphaltschutzdecken ersetzt werden. Dafür sind 103 000 Euro eingeplant.

Ebenfalls bis Ende Juni soll ein 70 Meter langer Teilabschnitt im Lütthorn im Einmündungsbereich Auf der Höhe komplett erneuert werden, weil auch dort kein Flickwerk mehr möglich ist. Die Fahrbahndecke und die darunter liegenden Tragschichten müssen aufgrund des Zerstörungsgrads teilweise sogar bis zu 60 Zentimeter erneuert werden. Kostenpunkt 97 000 Euro.

Rainer Beuthel (Die Linke) wies auf den „nicht mehr verkehrssicheren Feldweg“ hin. Auch dort sollte eine Sanierung geprüft werden. Es gebe einen Sanierungsplan der Stadt, sagte Ausschussvorsitzender Thorsten Peuster (SSW), der systematisch abgearbeitet werde. Man könne nicht erwarten, dass sofort losgelegt werde, „wenn ein Loch vor der Haustür ist“. Tiefbauer Sperber erklärte, dass man die beiden größten Löcher im vorderen Bereich in einer „Sofortmaßnahme“ schließen werde. Der aufgepflasterte Einmündungsbereich wird 30 Meter verlängert. Im Übrigen sei der Feldweg ohnehin 2019 zur Sanierung vorgesehen. Der Karl-Samwer- und der Lorenz-von-Stein-Ring sollen ebenfalls 2019 nach Abschluss der Bauarbeiten auf dem früheren Campus-Gelände erneuert werden.

„Beide Maßnahmen wären beitragspflichtig“, sagte Bürgermeister Jörg Sibbel hinsichtlich einer Kostenbeteilung der Anlieger im Bornbrook und Lütthörn. Der Bornbrook sei eine Anliegerstraße mit erhöhtem Durchgangsverkehr, die Anlieger hätten demnach 60 Prozent der Kosten für die Fahrbahnerneuerung zu tragen. Der genaue Betrag würde sich durch die an der Straße liegenden Grundstücksfläche ergeben. In der reinen Anliegerstraße Lütthörn wären es sogar 65 Prozent. Doch das dürfte den Anliegern aller Voraussicht nach erspart bleiben, weil die Ratsversammlung am 5. Februar per Dringlichkeitsantrag über die Aufhebung der Straßenausbaubeiträge debattiert. Der Ausschuss für Wirtschaft und Finanzwesen hat am Montagabend schon die Empfehlung ausgesprochen, auf die Erhebung der Ausbaubeiträge zu verzichten, und sprach sich einstimmig für die Sanierung der Straßen aus.

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