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Verkehrsentlastung : Stadt setzt auf Borbyer Tangente

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Prinzenstraße und der Vogelsang sollen vom Durchgangsverkehr befreit werden. Da passt es gut, dass die Brücke über die L26 marode ist und abgerissen werden soll. Dadurch kann eine neue Verkehrsführung entstehen.

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erstellt am 26.Jun.2015 | 06:06 Uhr

Die Verkehrsbelastung in der Borbyer Prinzenstraße und am Vogelsang ist erheblich. Wesentlichen Anteil am hohen Verkehrsaufkommen hat der Durchgangsverkehr vor allem in der wärmenden Jahreszeit von und zur Schwansener Ostseeküste mit den vielen großen Campingplätzen. Die Stadt hat diesen Zustand als Problem erkannt und arbeitet hinter den Kulissen an einer Verbesserung der Situation. Da es sich bei der Prinzenstraße um eine Fortführung der L 26 aus Richtung Hemmelmark handelt, liegt die Zuständigkeit allerdings beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Rendsburg, der auch für die querende Kreisstraße 87 – die sogenannte Bundeswehrstraße –, zuständig ist.

Und genau an diesem Punkt ergibt sich jetzt erhöhter Handlungsbedarf. Denn die alte Brücke der Bundeswehrstraße, die bei Hemmelmark Schmiede über die L 26 führt, ist so marode, dass sie abgerissen werden muss. Das sagte Bürgermeister Jörg Sibbel am Mittwochabend im Bauausschuss. Der Knotenpunkt L 26 / K 87 sei seit langem Gesprächsthema zwischen der Stadt und dem Landesbetrieb. „Wir nerven seit einigen Jahren, die Umgestaltung des Knotens ist Teil der Verhandlungsmasse“, so Sibbel. Die Gespräche darüber seien bereits weit fortgeschritten gewesen, nun spielt der anstehende Abriss der abgängigen Brücke der Stadt in die Karten und erhöht den Handlungsdruck für den Straßenbetrieb für eine zeitnahe Umgestaltung des Knotenpunkts.

Das Interesse der Stadt ist klar: Sie möchte so schnell wie möglich eine Verkehrsentlastung für Borby durch eine andere Straßenführung erwirken. Derzeit ist die Hauptfahrtrichtung aus Schwansen geradeaus in die Prinzenstraße, wer auf die K 87 möchte, muss rechts abbiegen – das soll geändert werden. Der Durchgangsverkehr von der L 26 soll künftig im direkten kreuzungs- und ampelfreien Fluss auf einer Tangente auf die K 87 als Zubringer für die B 203 / B 76 geführt werden, um die Innenstadt zu entlasten. Wer nach Borby hineinfahren möchte, wird künftig nicht mehr automatisch dorthin geführt, sondern wird aktiv mit Überquerung der Gegenfahrbahn in Richtung Prinzenstraße abbiegen müssen.

Rund 400  000 Euro könnte die Neugestaltung ohne Brücke und mit neuer Verkehrsführung kosten, deutete der Bürgermeister im Bauausschuss an. Der städtische Anteil daran könnte bei rund 100  000 Euro liegen, wobei Sibbel durchaus Fördermöglichkeiten von 60 bis 75 Prozent als realistisch betrachtet. Die Stadt werde den entsprechenden Betrag vorsorglich in die Haushalt 2016 einstellen, sagte Sibbel.

Der Verwaltungschef begrüßte in diesem Zusammenhang den von SPD, Grünen, Bürger-Forum, SSW und FDP eingereichten Antrag zur Ableitung des Verkehrs von der L 26 / Prinzenstraße auf die K 87, in dem ein möglichst umgehender Beginn der geplanten Maßnahmen gefordert wird. Nach der Fertigstellung des vierspurigen Ausbaus der B 76 seien die Voraussetzungen für die Aufnahme des Durchgangsverkehrs geschaffen worden. Dadurch würden insbesondere die derzeit viel befahrenen Straßenzüge Prinzenstraße, Vogelsang und Gaehtjestraße entlastet.

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