zur Navigation springen

Kreis Rendsburg-Eckernförde : Staatsanwaltschaft erlässt Haftbefehl gegen mutmaßlichen Schleuser aus Strande

vom
Aus der Onlineredaktion

Der Iraker soll für den Tod von 54 Menschen auf dem Mittelmeer verantwortlich sein. Er sitzt in U-Haft in Neumünster.

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2017 | 09:56 Uhr

Strande | Gegen einen mutmaßlichen Schleuser, der am Mittwochmorgen in Strande im Kreis Rendsburg-Eckernförde von der Polizei festgenommen wurde, ist Haftbefehl erlassen worden. Der 27-jährige Iraker soll für den Tod von mehr als 50 Flüchtlingen im Mittelmeer verantwortlich sein. Zuerst hatten die „Kieler Nachrichten“ über die Festnahme berichtet.

Dem Mann werde Schleusung mit Todesfolge vorgeworfen, sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Axel Bieler am Donnerstag. „Er bestreitet die Vorwürfe.“ Bei einer Verurteilung drohten ihm bis zu 15 Jahre Haft.

Der Iraker soll im Oktober 2015 zusammen mit zwei weiteren Schleusern eine illegale Überfahrt von der Türkei nach Griechenland vorbereitet haben. Das Boot mit mehr als 300 Menschen an Bord kenterte auf dem Mittelmeer, 54 Insassen ertranken.

Festgenommen wurde der Iraker in der Dorfstraße in Strande. Er lebte dort mit Frau und Kindern. 2015 war er nach Deutschland gekommen, er besaß eine befristete Aufenthaltsgenehmigung. Die Ermittlungen in dem Fall führt die Staatsanwaltschaft Kiel. Bis zu einer möglichen Anklage kam der Iraker in U-Haft nach Neumünster.

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

mit dpa

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert