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Heute kommen die Kirchenglocken nach Hause : St.-Nicolai-Glocken kehren zurück

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das restaurierte Geläut der Stadtkirche wird am heutigen Dienstag öffentlich feierlich geweiht. Am ersten Advent sollen die drei Glocken erstmals wieder erklingen.

Eckernförde | 116 Tage war St.-Nicolai eine Kirche ohne Glocken. Am 28. Juli wurde die größte und zugleich älteste Glocke der Kirche, die 1598 in Husum gegossen wurde, in einer aufwendigen Aktion aus dem Glockenstuhl entfernt (wir berichteten).

Das 1,1 Tonnen schwere Geläut wurde auf die Reise in die Niederlande geschickt, wo die Glocke aus Spezialistenhand in einer Glockenwerkstatt eine neue Krone erhalten sollte. Aber auch die Kronen der beiden kleineren Stundenglocken wurden repariert. Heute ist die Zeit des Wartens vorbei – die Glocken sind aus der niederländischen Werkstatt zurück in Eckernförde. Mit einem feierlichen Akt werden die Glocken um 10 Uhr auf dem Kirchplatz durch Pastor Dirk Homrighausen willkommen geheißen und geweiht.

Der St.-Nicolai-Morgenchor unter der Leitung von Kirchenmusikdirektorin Katja Kanowski sorgt für einen entspechenden musikalischen Rahmen. Kirchengemeinderatsvorsitzender Homrighausen lädt alle Eckernförder und Gäste ein, sich noch einmal die Glocken aus der Nähe anzuschauen, bevor sie dann mit einem Kran wieder durch luftige Höhen in das Dach der Kirche an ihren angestammten Platz emporgehoben werden. Was die Besucher nicht sehen können, ist der restaurierte Glockenstuhl, in den die drei Glocken anschließend eingebaut werden. Während der Abwesenheit des Geläuts wurde der Stuhl in seinen originären Zustand zurückversetzt. Die Joche, die vorher aus Stahl waren, haben ihr ursprüngliches hölzernes Joch zurück bekommen. Statt durch Motoren werden sie in Zukunft von einem neuen, elektromagnetischen Antrieb zum Schwingen gebracht. Zum ersten Advent sollen die Glocken erstmals wieder im vollen Klang zu hören sein. „Wir sind gut im Zeitplan und guten Mutes, dass die Glocken am ersten Advent wieder läuten“, sagt Pastor Dirk Homrighausen. Fehlt nur noch der Dachreiter – dieser wurde am 31. August vom Kirchendach entfernt und befindet sich zwecks Sanierung gut eingerüstet auf dem Boden vor St. Nicolai. Aber auch das Wahrzeichen der Kirche soll am ersten Advent wieder an seinem angestammten Platz sein.

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