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Jubiläum : Spürbare Begeisterung für die Politik

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

CDU-Ortsverein begeht 66-jähriges Bestehen mit 70 Gästen aus der Region

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2015 | 06:00 Uhr

Surendorf | „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an. Mit 66 Jahren, da hat man Spaß daran“ - nicht nur einmal wurde auf den Liedtext von Udo Jürgens Bezug genommen, aber das ist auch kein Wunder, denn der Schwedenecker CDU-Ortsverein hatte am Sonntag ganz unkonventionell zu seinem 66-jährigen Bestehen in Binges Gasthof eingeladen. „Ehrlich gesagt: Das genaue Gründungsdatum konnten wir gar nicht ermitteln. Aber es war irgendwann so in dem Dreh“, gab der stellvertretende Vorsitzende des Ortsverbandes, Dr. Sönke Burmeister, lachend zu. Die Idee zu feiern habe die Vorsitzende, Gundula Staack, gehabt, verriet er. Staack hatte 115 bebilderte Folien für den Rückblick vorbereitet – die Ansage machte dem einen oder anderen Angst, aber ihr Festvortrag war kurzweilig und amüsant, es wurde viel gelacht und applaudiert.

1949 fand die CDU erstmals Erwähnung in der Geschichte Schwedenecks. Fünf Bürgermeister stellte die Fraktion seit 1951. Aber viele Überlieferungen gibt es aus den ersten 30 Jahren nicht. 1986 setzte Staack an und erinnerte an die verlorene Kommunalwahl. Das Ergebnis wurde der „fehlenden Bürgernähe“ zugeschrieben. Parteimitglied Hermann Schnoor hatte die Idee, auf einem CDU-Sommerfest zusammenzukommen und so die Menschen zu erreichen. Nasse durchtanzte Nächte, Spanferkelreste auf dem ganzen Gelände und Frühstück, auf das keiner wirklich Appetit hatte – viele Fotos und eine Sammlung kleiner Anekdoten fassten die 20 Jahre, in denen das Fest auf der Wiese vor der Jomsburg in Dänisch-Nienhof gefeiert wurde, zusammen. Auch aus den Anfängen der Parteizeitung „Der Schwedenecker“, als die Entstehung noch echte Handarbeit war, berichtete Staack: „Es war eine aufwändige Arbeit, die Kopierer liefen heiß und wir waren oftmals kurz vorm Nervenzusammenbruch. Aber wir hatten jede Menge Spaß – das hatten wir eigentlich immer“. Legendär seien nach wie vor die Radtouren, interessante Ausflüge wie nach Berlin seien in guter Erinnerung. Hermann Schnoor habe großen Einsatz bewiesen, als die Gemeinde beschloss, einen offenen Jugendraum einzurichten und erstand dazu im Spätsommer 1996 ausgediente Bundeswehrfeldhäuser. Nicht zuletzt deshalb heißt der Jugendtreff „Hermanns Hütte“. Um noch mehr Jugendliche zu erreichen, stellte der Ortsverein 1997 sogar ein Open Air-Konzert mit Heavy-Metal-Bands auf dem Bolzplatz in Surendorf auf die Beine.

Die Veranstaltungsserie „Talk vor Ort“ erfreue sich bis heute großer Beliebtheit in der Gemeinde, und selbst beim mühsamen Plakatekleben mache man aus der Not eine Tugend. „Dass wir miteinander soviel lachen können, das zeichnet uns hier aus“, sagte Gundula Staack und sie hofft, dass es dem Ortsverein gelinge, die gute Stimmung auch an folgende Generationen weiterzugeben.

„Man spürt den Spirit, den es hier gibt“, lobte der Bundestagsabgeordnete Dr. Johann Wadephul, der zu Gast war, den Ortsverein, den intensiven ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder sowie die spürbare Begeisterung für die politische Sache.

Unter den rund 60 Gästen waren unter anderem auch Wolfgang Steffen und Tim Albrecht als Kreistagsabgeordnete, der Amtsvorsteher in Dänischenhagen und Altbürgermeister, Sönke Paulsen, Altbürgermeister Herbert Lorenz sowie zahlreiche Bürgermeister und Vertreter der Nachbargemeinden.


> Die Bürgermeister der CDU Fraktion seit Gründung des Ortsvereins:
1951-1955 Otto Ehlers, 1955-1966 Lesko von Langendorff, 1972-1986 Jürgen Femerling, 1994-2014 Herbert Lorenz, 2004-2009 Sönke-Peter Paulsen.

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