Eckernförde : Sprottentheater und der Froschkönig op Platt

Die Kostüme sagen schon alles: Das Publikum lachte sich kaputt beim improvisierte Sprottentheater mit Ehrenamtlern der Alten Fischräucherei.
Die Kostüme sagen schon alles: Das Publikum lachte sich kaputt beim improvisierte Sprottentheater mit Ehrenamtlern der Alten Fischräucherei.

Zum vierten Mal „Tied för Platt“ in der Alten Fischräucherei.

shz.de von
03. September 2018, 21:27 Uhr

Eckernförde | Was für eine schöne Sprache ist Plattdeutsch. Sie gehört zum Norden wie Nord- und Ostsee, wie Wind und Wellen und wie der häufig mal deftige Humor der „Nordlichter“. Mit viel Liebe, Einsatz und Ehrenamt wird diese Sprache wieder erweckt. Wie gut, dass sie heutzutage wieder lebt, und dass es inzwischen nicht nur manchen Großeltern vorbehalten ist, sie noch zu verstehen und zu sprechen. Damit das zumindest so bleibt und wenn möglich noch mehr Raum und Bedeutung gewinnt, sorgen Christel Fries und Gunda Gey seit sechs Jahren gemeinsam für vergnügliche Begegnungen mit Platt. Sie lieben beide, was sie da tun und nehmen sich viel Zeit dafür, andere mit ihrer Begeisterung anzustecken: Halt „Tiet för Platt“.

„Tiet för Platt“ fand zum vierten Mal in der Alten Fischräucherei statt, Stühle mussten dazu geholt werden, der Andrang der Fans war riesig. Katharina Mahrt begrüßte als Vorsitzende des Vereins Fischräucherei alle – und dann ging die Post ab. So unterschiedlich Gunda Gey und Christel Fries sind, so unterschiedlich waren auch ihre Beiträge. Während Gunda sich geschickt aller Spielarten der vergnügten Satire bedient, ist Christel eher die Bodenständige. Sie, in Borby geboren und eins von elf Kindern, „vertellt ut eer Kinner- un Jugendtiet“, da geht einem das Herz auf. Mit allen Gören zum Impfen, unvergessliche Badetage – man kann sich alles genau vorstellen. Bei Gunda Gey gab’s Sommerschlussverkauf, Modefragen, viel Menschliches und als Krönung den „Froschkönig“ op Platt.

Eine zweite „Krone“ gebührt dem Sprottentheater mit allen Ehrenamtlern der Räucherei. Das Publikum lachte sich weg bei den Eskapaden von Elke Matthiesen, Nanne Schlicht, Angela Gabotz, Renate Gruber und Wolfgang Witt.

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