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Eckernförder Zeitung

22. November 2017 | 00:23 Uhr

Sprechender Defi für die Seenotretter

vom

Bayrische Schüler erlaufen Spendengeld für Defibrillator für Damper DGzRS-Station / Tag der offenen Tür am 17. August von 10 bis 18 Uhr

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Damp | Es ist kein Puls mehr zu ertasten. Eine fehlerhafte Erregungsbildung am Herzen lässt alle Herzmuskelzellen zittern, das Herz pumpt nicht mehr. Herzflimmern stellt eine lebensbedrohliche Situation dar, der die ehrenamtlichen Helfer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzSR) in Damp ab sofort begegnen können. Dank einer rund 2000 Euro Spende der Pestalozzischule Forchheim (Nordbayern) war die Anschaffung eines mobilen Defibrillators möglich. "Im Ernstfall können wir mit dem Gerät Leben retten, auf See wie auch am Hafen", sagte Thomas Schulze, Vormann der DGzSR-Station Damp.

Das Geld für den Defibrillator hatten rund 300 Schüler des Sonderpädagogischen Förderzentrums der Pestalozzischule in Forchheim bei einem Spendenlauf im Mai zusammen getragen. Sportlehrerin Jutta Hammerschmidt hatte den Lauf organisiert und übergab das vollautomatische Gerät mit Sprachanleitung an die DGzRS-Station. "Es dauerte etwas, das Kollegium zu überzeugen, dieses Projekt zu fördern", berichtete sie. Mit Filmen, Plakaten und weiteren Infomaterialien, die ihr die DGzSR schickte, fand ihr Vorschlag aber schnell Gefallen. "Die Kinder waren begeistert und liebten die Schiffsbilder", berichtete sie. Das Interesse an dem Förderziel des Laufes sei so groß gewesen, dass das Spendenaufkommen mehrere Hundert Euro höher war, als bei vorherigen Spendenläufen. Hammerschmidt war selber erst im Vorjahr bei einem Besuch bei ihrem Bruder in Schwansen auf die DGzSR aufmerksam geworden. Ihr Bruder Werner Flemig fuhr früher zur See und blieb an der Küste hängen, wie er berichtete. Seit sechs Jahren ist er ehrenamtlicher Seenotretter in Damp.

Anschaffungen für die Boote und Stationen seien nur durch Spenden finanzierbar, ergänzte Jörg Ahrend, Leiter des DGzSR-Infozentrums Nord. Das Damper Rettungsboot "Karl van Well" war eines der letzten, die ausgerüstet wurden. Man habe einfach zu wenig Spender in der Region, sagte Schulze, der sich mehr Interesse an ihrer Arbeit bei den Wassersportlern wünscht. Von Januar bis 1. August waren die zehn ehrenamtlichen Aktiven 51 Mal auf See. Bei 23 Einsatzfahrten brachten sie 27 Personen in Sicherheit, berichtete Schulze. Als nächste Anschaffung stehen moderne und leistungsfähige LED-Scheinwerfer für die Boote an, berichtete Ahrend, der der Schule, den Eltern und den Kindern aus Bayern großen Dank aussprach. Hammerschmidts großer Wunsch ist, den Kontakt von Schule und Station auszubauen.

Am 17. August wird in Damp Hafenfest gefeiert. Das Boot wird dann von 10 bis 18 Uhr zu Fahrten auslaufen, der Rettungskreuzer Hans Luckner wird dann fürs open ship zur Verfügung stehen.

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