Sporthalle : Sportstättenanalyse empfiehlt Hallensanierung in Rieseby

Sanieren oder abreißen? Die Sportstättenanalyse spricht sich für die Sanierung und Aufwertung der Sporthalle Rieseby aus.
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Sanieren oder abreißen? Die Sportstättenanalyse spricht sich für die Sanierung und Aufwertung der Sporthalle Rieseby aus.

Rieseby erhält Gutachten zum Bestand und zur Nachfrage nach Sportangeboten. Gutachten Voraussetzung für Förderanträge.

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15. Februar 2018, 06:52 Uhr

Rieseby | Seit Jahren schon wird in Rieseby über die dringend notwendige Sanierung oder den Neubau der Sporthalle diskutiert. Ein nun vom Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps) vorgestelltes Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass „die Sanierung der Halle einem Abriss vorzuziehen ist“, wie Wolfgang Schabert, Mitgeschäftsführer von ikps, den Gemeindevertretern Dienstagabend erläuterte.

An der Erarbeitung der Ergebnisse der Sportstättenanlyse hatten Vertreter von Politik, Sportvereinen, Verbänden wie auch Schule und Kindertagesstätten in zwei Workshops mitgewirkt. Auf der Grundlage einer Bestandserfassung und der Abfrage des Bedarfs weist die Studie Entwicklungsideen und Empfehlungen auf.

Gefördert von der Aktiv Region mit 7500 Euro gilt die Studie als Voraussetzung dafür, dass sich die Gemeinde um mögliche Zuschüsse zur Sanierung der Anlage beim Bund und dem Kreis bewerben kann, machte Bürgermeister Jens Kolls deutlich. Bauausschussvorsitzender Heino Stüve stellte fest, dass den Fraktionen nun eine fundierte Grundlage zur Verfügung stehe, um zu beurteilen, wie mit der Halle weiter verfahren werden könne.

Nach Aussage von Schabert sei bundesweit eine Veränderung in der Nachfrage nach Sportangeboten und Räumen festzustellen. Die Menschen würden sich immer weniger für feste Gruppen und „Leistungssport“ festlegen, sie wollen zeitunabhängig Sport (Fitness) treiben. Dies ergab auch die Auswertung der 220 Rückmeldungen von Bürgern, die an einer Onlinebefragung für die Studie mitmachten. Speziell für Rieseby wurde die verstärkte Nachfrage nach kleineren Räumen für Sport- und Bewegungsgruppen festgestellt, so Schabert. Untermauert wird dies durch die steigende Bedeutung des Freizeitsports, des Fitnesssports und von Wellness im weiteren Sinn, die gegenüber den klassischen Mannschaftssportangeboten in Vereinen mehr Raum einnehmen. Die Ausweitung der Angebote in diesem Bereich könnte auch für den TSV Rieseby für die zukünftige Entwicklung sinnvoll sein. Ziel künftiger Planungen müsste sein, Freizeitsport und Vereinssport generationsübergreifend und mehr vernetzt zu organisieren. Als Ideen führt die Studie den Anbau eines zusätzlichen Gymnastikraums an die Halle, den Anschluss eines Raumes mit Fitnessgeräten und die Installation einer weiteren Trennwand für die Halle auf. Auch das Umfeld der Halle könnte mehr in Sport- und Bewegung integriert werden, um dort für alle Altersgruppen etwas zu bieten. Das Thema Sportentwicklung ist dynamisch und ein laufender Prozess. „Das ist ein Startschuss und eine gute Arbeitsgrundlage für ihre Gremien“, sagte Schabert.

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