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Eckernförder Zeitung

14. Dezember 2017 | 18:25 Uhr

Sich trauen : Spitze: 15 Trauungen an einem Tag

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

157 Ehen und Lebensgemeinschaften wurden in den 19 Gemeinden des Amtes Schlei-Ostsee in 2015 geschlossen. Beliebtester Tag war der 15. Mai 2015 mit 15 Trauungen.

von
erstellt am 05.Jan.2016 | 16:56 Uhr

Eckernförde | 157 Paare gaben sich in 2015 in den 19 Gemeinden des Amtes Schlei-Ostsee das Ja-Wort. „Es war ein sehr harmonisches Jahr“, sagt Sabine Jürgensen, die leitende Standesbeamtin in der Verwaltung. Gegenüber 2014 wurden damit 43 Trauungen (113) mehr vollzogen. 2013 gab es 144 Trauungen. Eine Ursache für den erneuten starken Anstieg kann Jürgensen nicht benennen.

Der beliebteste Hochzeitstag in 2015 war der 15. Mai. Den Freitag nach dem Christi Himmelfahrtstag wählten 15 Paare, um sich an allen Trauungsorten des Amtes das Ja-Wort zu geben. „Da waren wir mit allen drei Standesbeamten im Dienst“, erinnert sich Jürgensen. So waren auch Elke Koppe und Sylvia Palenczat im Einsatz, um die ganzen Gesellschaften zu betreuen. Unter den 157 Trauungen waren auch fünf Lebenspartnerschaften, eine mehr als im Vorjahr.

Rund 30 Prozent der Paare sind Urlauber aus ganz Deutschland, die an Schlei und Ostsee die reizvolle Landschaft für sich entdeckten, wie Jürgensen vermutet. Der Großteil stamme aus Nordrhein-Westfalen, aber auch aus München oder Berlin kamen die Paare. Viele Paare kämen auch zurück in ihre alte Heimat, um zu heiraten. Denn selbst wenn man ganz woanders lebe und arbeite, die Familie sei ja noch im Kern in der hiesigen Region zuhause.

Doch längst nicht alle Paare legen Wert auf Familie oder Besucher zur Trauung, sagt Jürgensen. Rund 20 Paare tauchten ganz alleine auf, um sich fürs Leben zu binden. Einige machten Urlaub, andere hätten wohl andere persönliche Gründe gehabt. Sehr viel Wert legten Paare auf Trauzeugen. Auch wenn diese seit 1998 nicht mehr nötig seien, wie auch die Regelungen zum Aushang der Heirat, so würden viele Paare diese Tradition pflegen, berichtet Jürgensen. Nur ein Klischee sei die Frage an die Hochzeitsgäste vor der Trauzeremonie, ob noch jemand etwas gegen die Trauung vorzubringen habe. „Das gibt es nur im Film“, klärt Jürgensen auf.

Weggelaufen vor der Frage der Fragen vor den Standesbeamten sei auch keiner der Heiratswilligen. „Wer den Weg hier ins Amt vor den Trautisch geschafft hat, der weiß, was er will“, so Jürgensens Beobachtung. Oft hingegen komme es vor, dass etwas vergessen wurde. So fehlte öfters der Brautstrauß, ganz selten waren auch die Trauringe nicht zur Hand. Auch wenn es ganz junge Paare und auch ältere Paare gebe, so sei der Schnitt doch eher Mitte/Ende 20 Jahre alt. Das sei ein Trend, wie Jürgensen feststellt.

Mit den Trauungsräumen (97 mal ) im Amtsgebäude Eckernförde, in der Mühle Anna Rieseby (23 mal), Gut Altenhof (12 mal), Damper Strand (19 mal) und Bunte Kammer auf Gut Ludwigsburg/Waabs (7 mal) sei das Standesamt personell an seiner Leistungsgrenze, so Jürgensen. Sie erhielten zwar immer wieder wirklich attraktive Trauungsplätze angeboten, doch sei eine Erweiterung der gewidmeten Trauungsräume nicht möglich.

Neben dem Mai als beliebtem Hochzeitsmonat ist auch der Dezember gefragt. Weniger aus steuerlichen Gründen, wie Jürgensen aus ihren Beratungsgesprächen weiß, sondern weil es eine besinnliche und romantische Zeit sei, die viele Paare als Start in ein gemeinsames Leben wünschten. Wenig gefragt seien der Januar und der November.

Mit Blick auf 2016 liegen ihr bereits jetzt 60 Trauungstermine vor. Ob der 1.6.16, der 6.6.16 oder der 16.6.16 ebenso beliebt sind wie im Vorjahr der 15.5.15, das werde sich zeigen. Da die Termine nicht auf Freitag oder Sonnabend lägen, rechne sie nicht mit einer großen Nachfrage. Damit sei eher 2017 zu rechnen, wenn der 1. 7. auf Sonnabend und der 7.7. auf einen Freitag fällt. „Wir machen vieles möglich, es macht uns ja auch Spaß“, sagt sie. Nicht machbar wären aber Trauungen an Sonntagen oder Feiertagen.

Eine Regelung zur Heirat von Asylbewerbern erwartet Jürgensen in diesem Jahr. Bisher gebe es Probleme, da die Vorlage von Geburtsurkunden und oder eines Pass bei vielen Antragstellern aus verschiedenen Gründen nicht möglich sei. Diese Dokumente müssten auch jetzt schon von allen Hochzeitswilligen beigebracht werden.

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