zur Navigation springen

Handarbeit : Spielzeug aus Holz – handgemacht

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Hubert Jaster (76) aus Osterby liebt Holz. Seit vielen Jahren fertigt der Rentner in seiner Werkstatt Kinderspielzeug und Dekoration aus Holz. Statt vor dem Fernseher zu sitzen, greift er zu Sägen und Feilen und baut Bauernhöfe, Tiere und Fahrzeuge aus Holz.

Schiffe, Ritterburgen, Trecker, die Arche Noah – Hubert Jaster hat sie alle schon nachgebaut. Seit 15 Jahren baut der Rentner aus Osterby Kinderspielzeuge und Dekoration aus Holz. Schon als Kind habe er angefangen, sich selbst Spielsachen aus Holz zu bauen, erinnert sich der 76-Jährige. Er habe einen Hang zum Holz, „mir macht das Spaß“, sagt er.

Aus Spielzeugkatalogen bekommt er zum Beispiel seine Inspiration oder er sieht etwas beim Schaufensterbummel, das ihn interessiert. „Wenn es mir nicht gefällt, baue ich es nicht“, sagt der Osterbyer. Wenn ihm aber etwas gefällt, entwirft er eine Vorlage und baut es nach. Dafür hat er sich im Keller seines Hauses eine Werkstatt eingerichtet. Eine Bandsäge für die größeren Sachen steht hier. Eine Dekupiersäge hat er für die feineren Arbeiten. Auch Bohrmaschinen kommen zum Einsatz und seine Schleifmaschine. „Die habe ich schon viel strapaziert“, sagt er. Dieses Gerät sei laufend im Einsatz. Wichtigstes Werkzeug ist aber die große Kreissäge, mit der auch dünne Sperrholzplatten gesägt werden können.

Jaster verwendet unter anderem Leimholzplatten für seine Arbeiten. Mit Plastik arbeitet er nicht, es könnte belastet sein, sagt er. Der Vorteil des Holzes sei, dass aus jedem kleinen Stück noch etwas gemacht werden könne. Holztiere für seine Spielzeugbauernhöfe zum Beispiel. Die Tiere sind unbehandelt. „Kleine Kinder könnten es sich in den Mund stecken“, betont er, warum er für seine anderen Arbeiten nur Leinöl verwendet. Viele Dinge baut der Osterbyer gleichzeitig: Während der Leim bei einem Spielzeug trocknet, entwirft er ein anderes.

Im Sommer ist Hubert Jaster viel mit dem Fahrrad unterwegs, im Winter aber ist er viel in seiner Werkstatt und arbeitet. „Man braucht bei Regen nicht zu Hause vor dem Fernseher sitzen“, sagt er. Zumal er in der kalten Jahreszeit Hochkonjunktur hat: Auf vier Ausstellungen war er im vergangenen Jahr. Aber: „Spielzeuge kann man das ganze Jahr über verschenken“, betont der Osterbyer. Immer wieder mal wieder bestellen Menschen bei ihm auch etwas. Seine beiden Enkel sind ebenfalls dankbare Abnehmer. Jaster freut es, wenn die Menschen seine selbst gemachten Spielzeuge kaufen.

Wenn es ihm gelinge, etwas zu bauen, sei das für ihn eine Genugtuung. „Mit Händearbeit kann man eine ganze Menge machen“, sagt Jaster und betont: „Für mich ist das ein Hobby und das muss es auch bleiben.“

zur Startseite

von
erstellt am 06.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen